Zu Besuch beim Caterer und im Apartmenthotel

Neue Unternehmer in Babenhausen

Vor diesem schönen Wandbild im Veranstaltungssaal des Apartmenthotels von Cornelia Reinhold sollen bald Hochzeitsgäste Platz nehmen. Es kann aber auch ein Südseepanorama sein.
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Vor diesem schönen Wandbild im Veranstaltungssaal des Apartmenthotels von Cornelia Reinhold in Babenhausen sollen bald Hochzeitsgäste Platz nehmen. Es kann aber auch ein Südseepanorama sein.

Von wegen Stammtisch: Der Babenhäuser Unternehmertreff war jüngst im Gewerbegebiet Im Riemen unterwegs. Sie besuchten das Caterinngunternehmen von Björn Kumpf und waren zu Gast im neuen Apartmenthotel samt Feier- und Konferenzsaal.

Babenhausen - Das Finden beruflicher Gemeinsamkeiten, das Zusammenbringen von Menschen, die im Job voneinander profitieren könnten, das Sammeln von Ideen und Anregungen – das alles ist die Aufgabe des Unternehmerstammtischs in Babenhausen. Die Initiatorin Sylvia Kloetzel von der städtischen Wirtschaftsförderung schafft einen unkomplizierten und entspannten Rahmen und dirigiert feinfühlig, aber gleichermaßen offen und direkt.

So auch beim jüngsten Treffen, an dem wegen Corona nur 30 Teilnehmer dabei sein durften. Treffpunkt war Björn Kumpfs neues Catering-Unternehmen, Im Riemen 21. Im Juni, mitten in den Corona-Wirren, hatte er angefangen, dort zu produzieren. Beim Stammtisch im Juli war der seit 20 Jahren in Kleinostheim bekannte Caterer dann seinen zukünftigen Straßennachbarn Cornelia und Arnd Reinhold begegnet, die da gerade mit Kompagnon Yilmaz Cakici ihr Apartmenthotel eröffnet hatten. Ein geknüpfter Kontakt, der Kumpf Frühstück- und Menübestellungen der Apartmentbewohner bringen sollte. Und vielleicht irgendwann die Bewirtschaftung von Veranstaltungen im Erdgeschoss von Reinholds und Cakici. „In zwei Wochen sind die letzten kleinen Handwerksarbeiten fertiggestellt“, sagte Cornelia Reinhold, als sie im Anschluss an Kumpfs Firmenführung dort die Stammtischteilnehmer empfing.

Caterer Björn Kumpf in seiner Küche. in Babenhausen.

150 Gäste dürften dann ihren modernen Saal im Industrial Style nutzen – jedenfalls zu Nicht-Coronazeiten. „Seminare, aber auch Hochzeitsfeiern können wir abhalten“, meinte die Unternehmerin. Für private Feste gebe es auf der 300 Quadratmeter großen Fläche statt praktischen, rechteckigen Tischen runde, elegant eingedeckte. Das Originelle: Variable Wandhintergründe – „falls jemand vor Südseepanorama sitzen möchte, machen wir das möglich.“

Das Konzept ist spannend für Gerlinde Kronawitter aus Eppertshausen, die neben ihrem Haupterwerb Mediendesign auch Events wie eben Hochzeiten organisiert. Obwohl sie zurzeit keinerlei Aufträge dieser Art hat, war sie Kloetzels Aufruf gefolgt, um eine neue Location kennenzulernen. Wieder ein geknüpfter Kontakt.

Apartment-Hotel-Betreiber Yilmaz Cakici demonstriert, wie einfach sich der Sessel zu einem Bett umfunktionieren lässt.

Während diese Verbindung Corona-bedingt wahrscheinlich erst in nicht allzu naher Zukunft Früchte trägt, kann das Apartmenthotel ansonsten nicht klagen, berichtete Cakici. Von Anfang an waren meist alle ihre zehn Zimmer ausgebucht. Auch am Stammtisch-Donnerstag konnte nur ein einziges freies vorgeführt werden. Ein typisches Beispiel: Das Einquartierung von Monteuren, die sechs Wochen in Frankfurt arbeiten. Nach Babenhausen sei es für sie schneller als zu Hauptverkehrszeiten durch Frankfurt, so Cakicis Erklärung. 500 Euro koste ein Apartment in der Woche. Vier Personen können übernachten – zwei Betten und zwei simpel zu Betten aufklappbare Sessel gibt es in den zwei Zimmern, plus Küche und Bad. Und da die Reinholds seit 38 Jahren mit Büromaschinen selbstständig sind, lasse sich jedes Apartment bei Bedarf zum Büro umfunktionieren.

Der nächste geknüpfte Kontakt kam von Filiz Yanc-Gülbey. Sie wurde von Kloetzel als Coach des Kommunalen Jobcenters zu dem Stammtisch geladen. Innerhalb eines Regionalprojekts versucht sie sechs Monate lang, Langzeitarbeitslose aus Babenhausen wieder in Lohn und Brot zu bringen. Als direkte Ansprechpartnerin vor Ort. Bei Kumpf war sie erfolgreich. Eine in ihren Augen geeignete Kandidatin wird sich bei ihm vorstellen. Beim Babenhäuser Familienbetrieb Milbrandt und bei Rewe handelte sie Betriebsführungen aus. Und das junge Pärchen Lisa Eilbacher und Andreas Schadt, das 2015 gemeinsam „Easymesh“, eine Firma für Warnwesten und Sicherheitsbekleidung, gegründet hat, sucht Unterstützung für sein vierköpfiges Produktionsteam. Ebenfalls in der Nachbarschaft von Kumpf und dem Apartmenthotel.

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