1600 Nennungen

„Profi-Turnier im ländlichen Raum“

+
Er zählt zu den begabtesten hessischen Nachwuchsreitern und sattelt nun für Babenhausen: Maximilian Wirzberger-Jach, hier auf Ginga im M*-Springen.

Babenhausen - Die Stadt der Pferde präsentiert sich in diesen Tagen von ihrer sportliche Seite: Der Reit- und Fahrverein richtet sein Traditionsturnier aus - eine Veranstaltung, die Pferdesportler, aber auch Bürger, die nie im Sattel saßen, gleichermaßen anlockt. Von Ursula Friedrich 

Mit 1 600 Nennungen ist die Veranstaltung an der Schwedenschanze förmlich ausgebucht. Die professionelle Ausrichtung, leckere Turniergastronomie, aber auch die fein gepflegte Anlage und ein attraktives Rahmenprogramm - all dies sind Pluspunkte, die über 700 Reiter aus der Region und darüber hinaus anlockten. Und jede Menge Besucher, die diese Reitsportveranstaltung trotz mäßigen Wetters zum Ausflugsziel machten.

Neben Reitsport lockte als gesellschaftliches Glanzlicht die Übertragung der Fußball-WM auf Großleinwand. Aber auch der Auftritt des Blasorchesters Hergershausen, der zum Abschluss am heutigen Montag musiziert - zum verführerischen Duft des knusprigen Spanferkels, das die Küchenbrigade röstet. Mit Süßwaren- und Schmuckständen, Turnierfotografie, Autoschau, Reitsportartikeln und dem Handwerkerstand der hiesigen Sattlerei hatte die Veranstaltung gleichfalls Messecharakter.

Lob an der Team hinter den Kulissen

„Wir bieten hier ein professionelles Turnier im ländlichen Raum, das sich dennoch seine familiäre Atmosphäre bewahrt hat“, brachte es Vereinschef Manfred Willand auf den Punkt. „Ein großes Lob an unser Team, ohne das diese Veranstaltung gar nocht möglich wäre.“ Fast 250 Helfer, ehemals Aktive, Eltern von Reitschülern und Fans des Pferdesports, packen an den vier Veranstaltungstagen mit an. Herzstück des organisatorischen Ablaufs ist die Meldestelle, deren Mitarbeiter mit Engagement und fachlichem Know How diesen Bereich stemmen.

„Aber auch ohne unseren Landwirt Ralf Geißler, seine Mannschaft, vor allem dessen Fuhrpark, könnten wir das Turnier gar nicht ausrichten“, bedankte sich Manfred Willand, der neben Ingo Dries die Turnierleitung übernahm. Aus sportlicher Sicht ist das richtige Geläuf für dem vierbeinigen Sportpartner mit eine Grundvoraussetzung für eine Turnierteilnahme. Hier hat sich der Veranstalter im Vorjahr einen Profibelag geleistet, der auf dem gut präparierten Springplatz trotz Regenschauern beste Bodenverhältnisse bot. Auch auf dem Dressurviereck und den Abreiteplätzen wurden Zeit und Material investiert.

Wichtige Einnahmequelle

So gesehen ist das aufwändige Turnier eine wichtige Einnahmequelle, um die Infrastruktur zu pflegen und den Reitbetrieb aufrecht zu erhalten. 60 Kinder und Jugendliche satteln regelmäßig die fünf Vereinspferde, auch der Bereich Voltigieren hat großen Zulauf.

Für den Reiternachwuchs bot das eigene Turnier die Chance, selbst in einer Prüfung anzutreten. Mit Wettbewerben für die Kleinsten im Sattel ihres Ponys, Reiterwettbewerben bis hin zur anspruchsvollen M-Dressur oder dem M**-Springen am Sonntag wurde in allen Leistungsbereichen für das unterschiedliche Können etwas geboten.

Generalprobe für Hessenmeisterschaft

Trotz des parallel ausgetragenenen Turniers anlässlich des Pferdemarkts Beerfelden, ist Babenhausen bei starken Reitern eine gefragte Adresse. „Unser S*-Springen wird gerne als Generalprobe für die Hessenmeisterschaften am kommenden Wochenende genutzt“, sagte der Vereinsvorsitzende. Dieser sportliche Höhepunkt ist traditionell montags zu erleben. Rund 50 Reiter haben für das S*-Springen mit Stechen ab 17.30 Uhr gemeldet, das wegen des anschließenden Konzerts des Blasorchesters und der auserlesenen Turniergastronomie nicht nur ein sportlicher, sondern auch gesellschaftlicher Höhepunkt ist.

Przewalski-Pferde in Babenhausen

Przewalski-Pferde in Babenhausen

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare