Alterssitz für Hausbesitzer

Senioren-Wohnpark mit Bungalows nimmt Formen an

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So sehen die Senioren-Bungalows aus: Das Modell zeigt den Typ mit drei Zimmern. Es gibt auch welche mit zwei und vier Räumen.

Der geplante Senioren-Wohnpark mit Bungalows in Harreshausen nimmt Formen an. Baubeginn soll im Sommer sein. Die Baugenossenschaft ist gegründet, wird derzeit aber noch geprüft.

Harreshausen – Im Frühjahr 2021 soll es soweit sein. Dann könnten nach derzeitigem Planungstand die ersten Senioren in ihre neuen Bungalows am Ortsrand von Harreshausen einziehen. Eine der Grundvoraussetzungen dafür, dass ab Mitte dieses Jahres auf der Ackerfläche hinter dem Seniorenzentrum Bethesda gebaut werden kann, haben die Stadtverordneten noch im alten Jahr geschaffen. Einstimmig votierten sie im Dezember für den Bebauungsplan, nachdem dieser im Februar 2019 der breiten Öffentlichkeit präsentiert worden war (wir berichteten).

Demnach sollen, angestoßen vom Christlichen Sozialwerk Harreshausen um Vorsitzenden Traugott Hartmann und Bethesda-Geschäftsführer Tom Best, 19 barrierefreie Bungalows entstehen. Die Zielgruppe ist klar umrissen: ältere Hausbesitzer, denen das Eigenheim zu groß ist, die aber nicht in eine Wohnung ziehen wollen, sondern weiterhin in einem eigenen Haus – in diesem Fall ein Bungalow in massiver Holzbauweise – wohnen möchten. Drei Typen wird es geben: Zwei Zimmer mit 78 Quadratmeter, drei Zimmer mit 92,5 Quadratmeter und vier Zimmer mit 108 Quadratmeter. Alle mit offener Küche, Bad, Carport und Abstellraum am Haus. Keller oder Dachgeschoss wird es nicht geben.

Eine weitere Voraussetzung für den Seniorenwohnpark lässt allerdings noch auf sich warten, wie Best berichtet – die Bestätigung der Genossenschaft. Unter deren Ägide soll letztendlich der Bungalow-Park – nach bestehenden Vorbildern in Baden-Württemberg – realisiert werden. Zwar hat die Gründungsversammlung der Baugenossenschaft mit dem Namen „Lebensraum“ bereits Ende Juli 2019 stattgefunden, in der Pastor Traugott Hartmann und Karen Becker in den Aufsichtsrat gewählt wurden. Als Vertreter des Christlichen Sozialwerks Harreshausen wurde Peter Mayer bestimmt. Zu Vorständen bestellt wurden Tom Best und Alexander Wege. Aber: „Leider ist die Eintragung der Genossenschaft in das Genossenschaftsregister noch nicht erfolgt. Es läuft zur Zeit die sogenannte Gründungsprüfung beim Verband der südwestdeutschen Wohnungswirtschaft. Dieser klopft sehr sorgfältig das Genossenschaftskonzept von uns ab“, berichtet Best. Er ist allerdings zuversichtlich, dass es angesichts der guten Vorbereitung keine Hindernisse gegeben wird. Auch deshalb haben die Architekten, obwohl die Genossenschaft noch keinen Auftrag erteilen konnte, bereits weitere Überlegungen angestellt. So wurde ein Angebot für die gesamten Erschließungsarbeiten des Wohnparks eingeholt, das im Rahmen der Kalkulation liege, so Best. Auch der zur Zeit in Bau befindliche Wohnpark bei Karlsruhe, in dem der gleiche Bautyp wie in Harreshausen gebaut wird, liegt gut im Kostenrahmen. „Dies alles macht uns hoffnungsvoll, dass wir bald in die konkrete Projektphase eintreten können“, sagt Best.

An der Nachfrage wird das Projekt ebenfalls nicht scheitern. Mehr als zehn Anträge auf Mitgliedschaft in die Genossenschaft liegen bereits vor, wovon einige der Interessenten auch schon ihr Wunschobjekt herausgedeutet hätten. Seitdem ein großes Plakat an der Kreuzung der Bouxwiller Straße mit der Harreshäuser Allee auf den Bungalowpark hinweise, gebe es ständig neue Anfragen, berichtet Maren Schäffner für die in Gründung befindliche Genossenschaft.

VON NORMAN KÖRTGE

Quelle: op-online.de

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