Greifer statt Unkraut

+
Am Verkehrskreisel in der Edmund-Lang-Straße könnte der Kiesabbau als Thema initiiert werden.

Babenhausen - Wer bei der Fahrt in die Kernstadt in den Kreisverkehr eintaucht, passiert teils unattraktive Inseln. Die Rundbauten sollen jetzt umgestaltet werden. Von Stefan Scharkopf

Vielen gelten sie als Visitenkarte der Stadt, schließlich fällt der Blick der Autofahrer darauf, wenn sie Babenhausen besuchen. Doch die Verkehrskreisel machen nicht den besten Eindruck. Der Bauhof säubert die Rundbauten in der Edmund-Lang-Straße, Schaafheimer, Frankfurter und Seligenstädter Straße, jätet das Unkraut, hält sie frei von Gestrüpp. Und doch machen die Kreisel für viele Bürger nicht den besten Eindruck. Auch während der Diskussion zum Bürgerhaushalt im Internet hatten sich im vergangenen Jahr Babenhäuser zum städtischen Erscheinungsbild und damit auch zu den Kreisels geäußert. Auch konkrete Vorschläge gab es. Die Stadtverwaltung ist jetzt initiativ geworden und hat dem Magistrat einige Vorschläge gemacht. Auch der Ortsbeirat der Kernstadt wird sich in seiner nächsten Sitzung damit beschäftigen.

Sponsoren finden

Wie Katharina Freckmann vom Fachwesen Bau der Stadt auf Anfrage sagte, wird nach Lösungen gesucht, wie die Kreisel aufgehübscht werden könnten. Gleichzeitig sollen sie weniger pflegeintensiv sein. Der Stadt schwebt vor, die Rundlinge jeweils mit einem Motto zu versehen, dass einen Bezug zur Stadt hat. Beim Kreisel auf der Edmund-Lang-Straße beispielsweise gibt es die Überlegung, den Kiesabbau zu thematisieren. „Wir können uns vorstellen, dass der Platz dort mit verschiedenen Steinen versehen wird, Kieseln und Findlingen und mit standortgerechten Gräsern“, sagt Freckmann, „und als Verbindungsglied zum Kiesabbau einen Greifer oben draufsetzen. Das wäre dann so eine Art kleines Industriedenkmal.“

Da Babenhausen bekanntlich den Titel Pferdestadt führt, könnte auch dies das Thema eines Kreisels werden. Weil die städtische Kasse klamm ist, will man für die Umsetzung der Ideen – so sie denn von den Gremien befürwortet werden – Sponsoren finden. Ein Schild würde dann auch an den jeweiligen Geldgeber erinnern.

Allerdings hat auch Hessen Mobil, Nachfolger des Amts für Straßen- und Verkehrswesen, ein Wörtchen mitzureden. „Wir müssen abwägen zwischen Attraktivität und Verkehrssicherheit“, sagt Katharina Freckmann. Was die Verkehrsplaner keinesfalls zulassen, sind Werbeanlagen auf den Kreiseln, auch keine Wegweiser zu Unternehmen. Was aber möglich wäre, ist, das Produkt einer Firma gestalterisch darzustellen. Keinesfalls dürfe der Autofahrer durch Info-Tafeln oder ähnliches abgelenkt werden. Werden Sponsoren gefunden, könnte noch in diesem Jahr mit der Umgestaltung begonnen werden.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare