Eine echte Marke

Wuselbasare feiern Zehnjähriges

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Wuselbasar-Team mit (von links) Sabine Liebing, Nicol Doria, Katja Spielmann, Stefie Weidler. Daniela Wegner. Helene Kreis, Sabine Veit und Jennifer Kantemiz.

Die Helferschar des Christkinds rückt am kommenden Samstagnachmittag ins beschauliche Harreshausen ein.

Harreshausen – Denn in der Mehrzweckhalle warten gebrauchte aber gut erhaltene Barbie-Puppen, Playmobil-Gefährte, Lego-Sets, Holzspielzeuge oder Puzzles, von denen vieles an Heiligabend unterm Weihnachtsbaum liegen wird. Alles auf Tischen bestens nach Warengruppen vom organisierenden Wuselbasar-Team sortiert. Und das bereits im zehnten Jahr. Der Name Wuselbasar gilt im weiten Umkreis mittlerweile als eine echte Marke.

„Die Leute kommen aus Neu-Isenburg, Frankfurt und von hinter Darmstadt“, schlägt Katja Spielmann den Anfahrtsbogen für die Menschen, die zu den drei Terminen in den Babenhäuser Stadtteil kommen. Egal ob es die vorsortierten Frühjahrs- und Herbstbasare für Baby- und Kinderkleidung sind oder der nun anstehende Spielzeug- und Bücherflohmarkt ist – bis zu 450 Käufer fahren von Babenhausen kommend über die idyllische Harreshäuser Allee ins Dorf.

Die angebotene Qualität nennt Spielmann, die fast von Anfang an dabei ist, als einen der Gründe für die Beliebtheit der Basare. Dreckiges oder Kaputtes würde beim Vorsortieren gleich aussortiert. Und innovativ ist das Wuselbasar-Team eben auch. Den vorgezogenen Einlass für Schwangere bot Harreshausen als einer der ersten Basare an. Auch beim Einsatz von Etiketten und Scannerkassen, wodurch es eine genaue Abrechnung für Käufer und Verkäufer gibt, waren die Harreshäuser Vorreiter, so Spielmann. Das Computerprogramm dafür schrieb ein Vater. Alles Kriterien, die die Basare für Verkäufer zu einem beliebten Ort machen. Waren für mehrere tausend Euro werden an einem Tag umgesetzt. Kein Wunder, dass es für Verkäufer mittlerweile eine lange Warteliste gibt. Bei 125 ist das Maximum erreicht.

Für das aus acht Müttern bestehende Wuselbasar-Team, deren Nachwuchs schon lange dem Kindesalter entsprungen ist, bedeuten die Verkaufstage vor allem eines: Stress. Unterstützt werden sie von mehreren Dutzend Helfern – für das immer Verstärkung gesucht wird (als Belohnung winkt der vorzeitige Einkauf) – sowie einem ehrenamtlichen Sicherheitsdienst. Der war notwendig geworden, um zum einen bei dem großen Andrang die Sicherheit zu gewährleisten, und zum anderen auch Diebstähle zu verhindern. „Aber es macht uns auch einfach Spaß“, erzählt Spielmann. Viele Eltern profitieren von den Wuselbasaren, dessen Name von der Harreshäuser Kindertagesstätte „Wuselkiste“ herrührt. Sozusagen die Keimzelle. Und es geht um die gute Sache: Vom Erlös der Wuselbasare – es wird keine Provision vom Verkauf genommen – haben in der Vergangenheit schon einige Kitas, Schulen und Vereine in Babenhausen profitiert.

Bücher und Spielzeug

Der vorsortierte Wusel-Spielzeug- und Erwachsenen-Bücher-Basar findet am Samstag, 2. November, von 13 bis 15 Uhr in Harreshäuser Mehrzweckhalle, Stockstädter Weg 8. statt. Infos: wuselbasar.de.

VON NORMAN KÖRTGE

Quelle: op-online.de

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