Schüler unterstützen Waisen

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Die Schüler in Hergershausen lässt das Schicksal der Schüler in Afrika nicht kalt. Mit zum Teil ganz persönlichem Einsatz kamen schon rund 500 Euro zusammen.

Hergershausen - Manche Dinge lassen einen nicht mehr in Ruhe. Für Rebecca Munz, Lehrerin an der Bachwiesenschule, ist es das humanitäre Hilfsprojekt „so. sui. ben“, eine ganz kleine humanitäre Organisation in der Zentralafrikanischen Republik und in der Schweiz.

Den besonderen Bezug hat die 35-Jährige aufgebaut, weil eine ehemalige Referendarin der Bachwiesenschule nun direkt zum Helfen und Leben nach Afrika ging. So bekommt Munz Informationen aus erster Hand, die sie auch schon mit ihren Schulkindern besprochen hat. Hier zeigten sich viele Kinder überrascht, wie schwierig und ärmlich die Verhältnisse in Afrika sind. So werden derzeit in Bangui rund 100 Waisen- und Straßenkinder betreut. Die lernen nicht nur in der Schule, sondern leben und schlafen auch dort, weil es keine anderen Unterkünfte für sie gibt.

Derzeit wird dringend ein Grundstück zum Bau eines Waisenhauses und eine Werkstatt für eine berufliche Ausbildung gesucht. Dafür werden rund 10.000 Euro benötigt. Als die jungen Hergershäuser Schüler von den Problemen ihrer Alterskollegen in Afrika erfuhren, war die Resonanz überwältigend: „Gemeinsam haben sie eine Spendenbox gebastelt. Einige wollten sich sogar in die Fußgängerzone stellen, um Flöte zu spielen“, erzählt Munz. Beim lebendigen Adventskalender sammelte ein Kind 80 Euro bei sich zuhause. Andere machten Babysitting oder schippten Schnee. Für Munz ist das Projekt unterstützenswert, da es sich um eine ganz kleine Organisation handelt, die direkt hilft. „Wenn Geld kommt, gehen die Leute da unten sofort in das nächste Baugeschäft und kaufen wieder was dazu“, erzählt die Pädagogin. Vor allem durch die tatkräftige Hilfe der Schüler sind schon 500 Euro in Hergershausen und Dieburg, wo Spendendosen in der Bücherinsel und beim Kaufhaus Enders stehen, zusammen gekommen. Fast rührend findet es Munz, wie ihre jungen Schüler Anteil an den kaum vorstellbaren Lern- und Lebensbedingungen der Kinder in Afrika nehmen. Für sie ein Mitgefühl und eine Solidarität, von der auch Erwachsene noch etwas lernen können.

Infos zu dem Projekt gibt es im Internet.

Wer das Projekt „so.sui.ben“ unterstützen will, kann etwas in die Spendenbox im Sekretariat der Bachwiesenschule werfen. Weitere Boxen sind in Dieburg in der Bücherinsel und im Kaufhaus Enders zu finden.

 mj

Quelle: op-online.de

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