Mit Magie kleiner Flöte verzaubert

+
Bezaubernde inszeniert: die Geschichte um die Königin, den Vogelfänger und Prinz Tamino.

Hergershausen - Das Publikum im Bürgerhaus applaudierte und jubelte im Stehen. So begeistert waren die über 400 kleinen und großen Zuschauer, als sich die 140 Kinder am Freitagabend auf der Bühne verbeugten. Von Petra Grimm

Alle Bachwiesenschüler waren in irgendeiner Art an der musikalischen Aufführung „Unsere kleine Zauberflöte“ beteiligt gewesen. Tänzer, Sänger, Musiker, Schauspieler, Kulissenbauer und Kinder, die sich um die Requisite und Kostüme gekümmert haben: Die Schulfamilie war zur Theaterfamilie geworden und hatte ihr Publikum wirklich verzaubert.

Begonnen hatte die große Gemeinschaftsarbeit während der Projektwoche der Grundschule Anfang Mai. Da verwandelte sich die Schule in eine Theaterwerkstatt. „Es war unheimlich lebendig im Schulhaus, an jeder Ecke wurde irgendetwas einstudiert oder gebastelt“, sagte Schulleiterin Sylvia Kraffczyk.

Gemeinsam hatten die Lehrerinnen Mozarts berühmte Oper „Die Zauberflöte“ ein bisschen umgeschrieben. „Mit einigen Freiheiten“, sagte Sylvia Kraffczyk lachend. So war im Verlauf der Geschichte um Prinz Tamino, den Vogelfänger Papageno und die Königin der Nacht beispielsweise eine temperamentvolle Breakdance-Einlage zu bewundern, und die wilden Tiere im Wald zeigten eindrucksvolle Akrobatik auf der Bühne. „Ein Gemeinschaftsprojekt in dieser Form haben wir an unserer Schule bisher noch nicht gemacht. Die Vernetzung der verschiedenen Projektgruppen war eine echte Herausforderung. Aber alle haben mit viel Freude und Engagement auf das große Ziel, die Aufführung, hingearbeitet“, sagte die Schulleiterin.

Die Grundidee hatte die Musiklehrerin Gertraud Gonné und das übrige Kollegium war gleich begeistert dabei. Über die Vorbereitung der Aufführung hinaus haben die Schüler viel über Wolfgang Amadeus Mozart und seine Zauberflöte erfahren, sagte die Schulleiterin: „Es sollte ja keine reine Bastelwoche sein“. Am Donnerstag und Freitag gingen zwei Generalproben über die Bürgerhausbühne mit allen Kindern und der ganzen technischen Ausrüstung, für die Kai und Jan Belzner gesorgt haben.

Musik erklang vom Band, der Schulchor und Solisten sangen, Klavier, Geige und Flöte wurde live gespielt. Für den musikalischen Teil war Musiklehrerin Gertraud Gonné, unterstützt von der Referendarin Christina Müller, zuständig. Die Schauspieler hatten sich unter der Regie der Lehrerin Marianne Paetow auf ihren großen Auftritt vorbereitet, jede Menge Text gelernt, laut und deutlich sprechen geübt und an ihrer Bühnenpräsenz gearbeitet. Die verschiedenen, schwungvollen Tanzeinlagen hatten die Lehrerinnen Sylvia Kraffzcyk, Rebecca Munz und Monika Belzner mit den Kindern einstudiert. Dafür gab es immer wieder Zwischenapplaus. Die Projektgruppen, die für die fantasievollen Kostüme und die Requisite im Einsatz waren, hatten die Lehrerinnen Heike Wendel und Daniele Günther betreut.

Zauberhaft war auch das Bühnenbild, das unter der Leitung der Lehrerin Beate Klotz-Reichel gebaut wurde. Mit viel Liebe zum Detail hatten die Kinder große Stellwände mit Wald auf der einen Seite und einem Palast auf der Rückseite gebastelt. Der Umbau des Bühnenbildes ging so auf originelle Weise rasant vor sich. Denn die Stellwände wurden je nach gewünschtem Szenenbild einfach nur umgedreht. Eine rundum gelungene Aufführung und eine beeindruckende Teamarbeit, die die Zuschauer in bester Stimmung in den Sommerabend entließ.

Quelle: op-online.de

Kommentare