Baggerschaufel als Markenzeichen

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Der Umbau des Verkehrskreisels an der „Dudenhöfer Chaussee“ steht vor der Vollendung.

Babenhausen - Die Augen blicken gen Himmel, langsam schwebt das Trumm heran, gehalten von einem dicken Seil. Der Kran dreht sich und legt das Objekt dort ab, wo es letztlich hin soll. Von Stefan Scharkopf

Nun thront die Baggerschaufel, gestrichen in kräftigem Blau, mitten auf dem Kreisel an der Bouxwiller Straße („Dudenhöfer Chaussee“). Damit ist ein weiterer Schritt zur Umgestaltung des Rundbaus getan.

Wie berichtet, will die Stadt ihre Verkehrskreisel verändern, um die Zufahrten in die Kernstadt attraktiver zu gestalten. Zunächst wurde der alte Kreisel geräumt und die Bepflanzung entfernt. Danach rückte schweres Gerät an und baggerte alles aus. Schließlich befüllten Arbeiter den Rundling mit Recyclingmaterial, bevor es mit einer Kiesschüttung weiter ging – Material aus dem Boden Babenhausens. Zum Ensemble gehören noch ein Basaltpfad und Findlinge. Demnächst, so hofft die Stadtverwaltung, werden noch die Gräser deutlich emporwachsen. In der Mitte sitzt nun der Greifer – fünf Tonnen schwer mit einem Fassungsvermögen von 4,5 Kubikmeter. Das mächtige Gerät hatte früher seinen Dienst bei der Schumann & Hardt GmbH und Co. KG getan. Die Firma war es auch, die den Transport unterstützte.

Nun erinnert die Schaufel daran, dass die Kiesgewinnung in der Stadt Babenhausen eine lange Tradition hat. Ursprünglich war daran gedacht, zunächst den Verkehrskreisel in der Edmund-Lang-Straße mit diesem Motiv umzugestalten.

Bürger sollen beteiligt werden

Doch der Ortsbeirat der Kernstadt fand es besser, das Ensemble an der Dudenhöfer Chaussee zu installieren, da Schumann & Hardt dort in der Nähe beim Akazienhof plant, einen weiteren Standort für die Kiesgewinnung zu eröffnen.
Mit der Umgestaltung der Kreisel will man aber nicht nur für ein schöneres Stadtbild sorgen, sondern auch etwas für den Gemeindesäckel tun. Ziel ist es, langfristig Geld bei der Freiflächenpflege zu sparen, gleichzeitig aber ein prägendes Markenzeichen abzubilden – gerne auch mit Hilfe von Sponsoren.

Die Stadt ist bestrebt, auch die anderen Kreisel nach und nach umzugestalten. Orientieren wollen sich die Entscheidungsträger aber an einer Idee des Gewerbevereins. Der hatte einen Ideenwettbewerb vorgeschlagen. So können Bürger Gestaltungsvorschläge machen, über die eine unabhängige Jury entscheidet. Diese sollte, so die Idee der Gewerbetreibenden, überwiegend aus studierten Künstlern bestehen.

Quelle: op-online.de

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