Bahnhof Babenhausen

Boxen und WC freigegeben

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Gut belegt sind die Radständer am Bahnhof. Angelegt ist die Anlage so, dass sie unkompliziert erweitert werden kann.

Babenhausen - Weiterer Abschnitt am Bahnhofsvorplatz eingeweiht. Ständer für Räder werden gut angenommen. Von Stefan Scharkopf 

Die Temperaturen sind mild, die Sonne strahlt vom Himmel, die Natur erwacht. Guter Zeitpunkt also, mit Pflanzungen im öffentlichen Raum zu beginnen. Auf der Park und Ride-Anlage an der Hermann-Stotz-Straße ergänzt der Bauhof die Bauminseln mit Bodendeckern und Sträuchern: Liguster, Heckenmyrte, Hainbuche, Schmetterlingsstrauch, Korkflügelstrauch und Perlmuttstrauch wurden als strapazierfähiges, wenig anspruchsvolles und trotzdem gefälliges Grün ausgesucht. Besonderer Aufwand erfährt das Hochbeet der Pflanzinsel zwischen Bouxwiller Straße und Hermann-Stotz-Straße. Hier gestaltet die Stadt eine später pflegearme Staudenfläche mit mineralischer Mulchung.

Auch ein paar Meter weiter hat sich einiges getan. Bei der Planung für den Umbau des Bahnhofsvorplatzes war es ein wichtiges Ziel, den Fußgänger- und Radfahrerbereich vom Kfz-Areal abzuschirmen. So soll mehr Sicherheit für die Pendler erreicht und die Aufenthaltsqualität rund um den Bahnhof verbessert werden. Dazu wurden im P&R-Bereich große Sitzblöcke gesetzt, die beide Bereiche voneinander trennen. Vier Spitzahornbäume stehen auf dem Areal. Es wird darüber nachgedacht, dass dieser Bereich auch bewirtschaftet werden soll. Gespräche mit der Betreiberin des Cafés im Bahnhofsgebäude werden geführt. Die Stadt, sagte Bürgermeisterin Gabi Coutandin gestern beim Vororttermin mit Magistrat und den beteiligten Firmen, hätte jedenfalls nichts dagegen.

Boxen und Ständer im Baukastensystem

Noch einige Pflasterarbeiten stehen aus, die Behebung von Mängeln an der Pflasterfläche zwischen Bahnhofsgebäude und Fußgängerunterführung, und Reparaturarbeiten an Bordsteinen in der Hermann-Stotz-Straße.

Jetzt wurde der Bereich rund um die Fahrradboxen, die WC–Anlage und die Fahrradständer wieder für die Passagiere freigegeben. 66 Räder haben an den Ständern Platz. Es gibt eine einseitige und eine doppelseitige Reihenanlage. Die Kosten belaufen sich auf 45.000 Euro zuzüglich den Fundamentarbeiten. Am Bahnhofsvorplatz gibt es zudem 20 abschließbare Fahrradboxen. Davon haben die Stadt und der Fahrradshop Niederhofer je zehn errichtet. Zehn Boxen kosten 11.000 Euro. Vermarktet und unterhalten werden alle 20 Boxen vom Fahrradshop. Der Mietpreis beträgt pro Box und Monat acht Euro. Die abschließbaren Gehäuse stehen bei Pendlern hoch im Kurs, 18 sind bereits vermietet, für die restlichen zwei gibt es Interessenten. Boxen und Ständer sind im Baukastensystem angelegt, so dass sie auch noch erweitert werden können. Die Pflasterung im gesamten Bereich bietet ein sehr gleichmäßiges Bild; ein Blindenleitsystem gibt es ebenfalls.

Am Bahnhof fallen die Bäume (Januar 2014)

Am Bahnhof fallen die Bäume

Einen Blick konnten Bürgermeisterin, Stadträte und Firmenvertreter gestern auch in das neue WC werfen. Bereits im September 2012 hatte sich der Magistrat dafür ausgesprochen, am Bahnhof eine Toilette aufzustellen. Anfang März war die Bioline-Triax-Toilette, wie berichtet, aus dem knapp 1000 Kilometer entfernten italienischen Städtchen Cesena nach Babenhausen geliefert worden. Mit Hilfe eines Krans wurde die vier Tonnen schwere Anlage aufgestellt.

Ab sofort können Gäste und Pendler für 50 Cent das nach jedem Toilettengang gespülte, gereinigte und desinfizierte WC nutzen. Die barrierefreie Kabine für Damen und Herren in behindertengerechter Ausführung mit Wickeltisch hat die Stadt 80 000 Euro gekostet. Doch sie muss die Kosten nicht komplett alleine schultern: Sowohl für die Toilette als auch für die Fahrradständer und Boxen gibt es aus dem Stadtumbauprogramm des Landes Hessen jeweils einen Zuschuss von 65 Prozent. Im Mai wandert die Baustelle näher an das eigentliche Bahnhofsgebäude heran.

Quelle: op-online.de

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