Bahnhof Babenhausen

Im Februar soll´s losgehen

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Das Bahnhofsumfeld soll in den nächsten Jahren umgestaltet werden. Begonnen wird mit neuen Parkplätzen, im Plan in der rechten Hälfte rot eingezeichnet.  

Babenhausen - Im Februar soll es losgehen mit der Park & Ride-Anlage am Bahnhof – sofern die Witterungsbedingungen es zulassen.

Rund 30 Babenhäuser waren am Donnerstagabend zur Informationsveranstaltung der Stadt zur Bauleitplanung des Vorhabens in den Sitzungssaal des Rathauses gekommen.

Insgesamt 85 Stellplätze sollen nördlich des Bahnhofes entstehen, so Sachbearbeiterin Katharina Freckmann in ihren Erläuterungen. Jetzt sind es deutlich weniger, eine genaue Anzahl lässt sich durch häufig ungeordnetes Parken schlecht beziffern, es werden aber so um die 50 Autos sein, die momentan einen Stellplatz finden. Zwei bis drei Behindertenparkplätze sollen entstehen und voraussichtlich 50 Fahrradabstellplätze. Die genaue Anzahl wird auch hier in der Detailplanung noch festgelegt. Auch an einige extra ausgewiesene Kurzzeitparkplätze ist gedacht.

Rund 30 Babenhäuser Bürger wollten Neues zum Umbau des Geländes rund um den Bahnhof erfahren.

Beide Gelände, nördlich und südlich des Bahnhofs und der Bahngleise, sind inzwischen im Besitz der Stadt. Auch südlich, gegenüber der Tankstelle an der Aschaffenburger Straße sollen Parkplätze entstehen. Die Bauarbeiten hierfür werden aber frühestens 2015 beginnen. Grund: Die Bahn will die Bahnsteige behindertengerecht ausbauen, auch ein Durchstich unter den Gleisen zur Aschaffenburger Straße soll erfolgen und das Park & Ride-Gelände wird erst mal für die Baustelleneinrichtung für diese Maßnahmen benötigt.

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Die Park & Ride-Parkplätze im nördlichen Bereich sollen östlich des Bahnhofes entstehen, und zwar parallel zu den Bahngleisen. Die Zufahrt wird nicht über die Straße Am Bahnhof und den Bahnhofsvorplatz erfolgen, sondern über die Bouxwiller Straße und die Hermann-Stotz-Straße. Der Großteil der Parkplätze wird direkt an den Bahngleisen entstehen, es sind aber auch Parkmöglichkeiten südlich des Raiffeisengeländes geplant, sowie in der Hermann-Stotz-Straße selbst.

Den Wunsch einer Anliegerin den Sackgassenbereich der Hermann-Stotz-Straße in Anliegerparken zu verändern, konnte Freckmann nur abschlägig bescheiden. Jetzt sei daran noch nicht gedacht, vielleicht könne eine Ausweisung später erfolgen.

Behindertengerecht bauen

Eine Diskussion entzündete sich an den Parkplätzen direkt an den Gleisen. Dort muss das Gelände teilweise aufgeschüttet werden, damit es auf gleicher Höhe wie der Bahnhofsvorplatz liegt. Anwohner, deren Gärten an die neuen Parkplätze grenzen, kritisierten die geplanten Baumaßnahmen. Von rund 2,50 Meter Höhe könnten Fußgänger und Autofahrer dann in ihre Gärten blicken.

Als kostengünstigste Variante verteidigte Bauamtsleiter Heinrich Grimm die geplante Maßnahme. „Wir müssen behindertengerecht bauen. Würden wir das Gelände nicht so stark auffüllen, müsste eine Rampe für Rollstuhlfahrer gebaut werden. Zudem wären die Probleme, das Bahngelände abzufangen, dessen Niveau deutlich höher ist, noch teurer. Die Anwohner konnten sich den Blick auf ihre Gärten trotzdem nicht vorstellen, „das sieht furchtbar aus“, nahmen aber gerne den Vorschlag eines erneuten Ortstermins an.

Eine Befürchtung konnte Freckmann allerdings erst mal zerstreuen. Die Busse sollen auch künftig nicht in die Hermann-Stotz-Straße einfahren. Sie sollen in der Straße Am Bahnhof ihre Haltestelle haben und auf dem Bahnhofsvorplatz wenden.

 bea

Quelle: op-online.de

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