Von Bahnhofsplatz bis Lebensmittelladen

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Gut eingepackt gingen die Spaziergänger durch Hergershausen. Die Strecke führte in einem rund einstündigen Bogen durch die Gemarkung.

Hergershausen (mj) - Es tut sich was im größten Babenhäuser Stadtteil – diesen Eindruck hatte man am Montag beim 17. Osterspaziergang, den der CDU-Ortsbeirat organisiert hatte.

Bei seiner Begrüßung hielt Ortsvorsteher Horst Grimm gleich zwei DIN-A4-Seiten mit Informationen und Mitteilungen parat.

Insgesamt kamen rund 70 Personen, die den Spaziergang – so wie auch angedacht – als überparteiliche Veranstaltung für alle Hergershäuser begriffen. Die Strecke führte in einem rund einstündigen Bogen durch die Hergershäuser Wiesen, danach wartete Kaffee und Kuchen im Bürgerhaus. Auf der Runde durften die Kinder Ostereier suchen und die Erwachsenen sich aufgrund des kalten Gegenwindes über einen Schnaps freuen.

Hergershausen darf sich auf Hundetoiletten freuen

Die erste Nachricht hatte Grimm in punkto Bahnhofsplatz parat. Hier hätten die ersten Vorbereitungsarbeiten bereits begonnen, den Platz endlich mit Teer zu befestigen. „Dann sind die Zeiten vorbei, dass man bei Regen im Schlamm versinkt“, konstatierte der Politiker. Mit Reinlichkeit hatte auch die nächste Botschaft zu tun: So darf sich Hergershausen wie alle anderen Stadtteile auf Hundetoiletten freuen. Derzeit eruiert das Ortsgremium, wo die vier Exemplare bestmöglich platziert werden. Dass die Hergershäuser Kirche ein Kleinod darstellt ist bekannt. Bald wird sie laut Grimm auch nachts strahlen. Bis zu den 300-Jahr-Feierlichkeiten im Herbst soll die Möglichkeit zum Illuminieren gegeben sein.

„Eine Biogasanlage riecht nicht“

Wird es in Hergershausen bald unangenehm riechen? Diese Befürchtung stellte ein Bürger vor dem Spaziergang in den Raum. Grund ist die geplante Biogasanlage eines privaten Investors. „Derzeit werden die Unterlagen sondiert. Wenn es soweit ist, wird es auf alle Fälle eine Bürgerversammlung geben“, kündigte Grimm an. Da für solch ein Vorhaben ein Bebauungsplan nötig ist, geht das Thema auch in die städtischen Gremien. Die Offenlegung der Pläne ermögliche dann etwaige Einsprüche. Zu Ängsten einiger Bürger, dass eine Biogasanlage Geruchsbelästigung mit sich bringe, sagte der Landwirt: „Eine Biogasanlage riecht im Gegensatz zu einer Kompostierungsanlage nicht.“

70 Prozent der Grundstücke sind bereits vergeben

Ein Lob gab es vom Ortsvorsteher für die fleißigen Hände von Herigar, die es geschafft haben, ihren Sinnesgarten nur aus Spendengeldern zu finanzieren. Mittlerweile ist auf dem Areal noch ein Pavillon dazugekommen. Nur eine Nachricht von Grimm offenbarte keinen Optimismus: So bleibt der Wunsch nach einem kleinen Lebensmittelladen für Hergershausen in weiter Ferne. Laden hin oder her – den Zuzug ins Neubaugebiet „Zur Alten Mühle“ hat dieses Manko nicht beeinflusst. 70 Prozent der Grundstücke sind bereits vergeben und damit die besten Bauplätze weg. Mit der Kenntnis, dass Hergershausen ein begehrtes Fleckchen ist, ließ sich dann wohlgelaunt zum Spaziergang aufbrechen.

Quelle: op-online.de

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