Bananensuppe und Mangogetränk:

Weltladen lädt zum gemeinsamen Kochen und Essen ins Gemeindehaus

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Christine Neumann (von links), Inge Tauber und Ursula Lefevre arbeiten gemeinsam an der Zubereitung des geschmorten Kürbis’.

Babenhausen - In Babenhausen gehört es mittlerweile zur Tradition, dass vor dem Welt- gebetstag Gerichte aus dem Schwerpunktland gekocht werden.

Kochbananen, Ingwer, Kokosmilch, rote Beete, Kürbis und vieles andere liegen im oberen Saal des evangelischen Gemeindezentrums auf den Tischen. Brettchen, Messer, Kochtöpfe und andere Küchenwerkzeuge vervollständigen das Ensemble. Es ist mal wieder soweit, der Weltgebetstag steht sozusagen vor der Tür und die Damen des Babenhäuser Weltladens haben aus diesem Grund – wie schon seit vielen Jahren – zum gemeinsamen Kochen eingeladen. Gekocht werden Rezepte aus Surinam, dem südamerikanischen Land, auf das der Weltgebetstag in diesem Jahr sein Augenmerk richtet (siehe Artikel auf dieser Seite). Rund 15 Frauen sind gekommen, um die Zutaten, die von Renate Mertens, tätig im Weltladen, ausgesucht worden sind, zu verarbeiten.

Auf der Speisekarte stehen ein Mangogetränk, eine Bananensuppe, ein sehr bunter Kartoffelsalat mit roter Bete, Hühnerfleisch und Silberzwiebeln, geschmorter Kürbis sowie als Nachtische ausgebackene Bananen und Kokospudding. Christine Neumann arbeitet zusammen mit Inge Tauber und Ursula Lefevre an dem Kürbisgericht, alle drei Köchinnen sind nicht zum ersten Mal dabei. Neumann arbeitete früher im Gemeindebüro, inzwischen ist sie ehrenamtlich im Weltladen tätig.

„Wir machen das schon seit etlichen Jahren“, sagt Neumann. „Es macht uns einfach Freude“, bestätigt Lefevre, „wir lernen viele Lebensmittel und Gerichte kennen“, ergänzt Tauber. Zu Hause kochen die drei aber dann doch eher selten die vorgestellten Gerichte, obwohl jede der Köchinnen die Rezepte auch mit nach Hause nehmen kann. „Quinoa haben wir hier kennengelernt, das setze ich zu Hause auch öfter wie Reis oder als Salat ein“, sagt Neumann. Der Kürbis ist sehr schwer zu schneiden, was man Tauber auch ansieht. „Aber wir sind hart im Nehmen“, lacht sie. Alle drei sind gespannt auf das Essen, sie sind hungrig ins Gemeindezentrum gekommen.

Alice Sauer, auch sie arbeitet im Weltladen, hat sich die Bananensuppe ausgesucht. „Es ist einfach mal was anderes mit so vielen Frauen gemeinsam zu kochen und dann auch zusammen zu essen, was wir fabriziert haben. Das macht richtig Spaß“. In ihrer Küche zu Hause kocht auch Sauer kaum eines der Gerichte aus den meist exotischen Ländern, die bis jetzt Thema des Weltgebetstages waren, nach.

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Mit Katharina Freckmann und Astrid Freund sind auch zwei Frauen aus Dudenhofen gekommen. Sie arbeiten im Dekanat Rodgau und bereiten dort den Weltgebetstag vor. Freckmann hat den Babenhäuser Frauen einiges über Surinam erzählt, bevor es an die Kochtöpfe ging. Surinam ist ein kleines Land in Südamerika und es hat nur 550.000 Einwohner. In Deutschland kennt kaum jemand diesen Staat, der erst im Jahr 1975 unabhängig wurde. Die meisten Bewohner wohnen an der Küste, im Regenwald im Inneren des Landes leben noch Ureinwohner oder Nachkommen von früher geflohenen Sklaven.

„Ich war zwar schon mal in Brasilien, aber Surinam ist mir auch fremd“, sagt Freund. Sie hat eine niederländische Kollegin, die mit dem Land sehr viel mehr anfangen kann, weil Surinam früher eine Kolonie der Niederlande war. „Aber wenn man sich so intensiv mit dem Land beschäftigt, wie wir das als Vorbereitungsteam getan haben, kann man leicht das Gefühl haben, man war selbst schon einmal da“, sagt Freckmann. Die beiden Frauen aus Dudenhofen haben schon mehrere Weltgebetstage vorbereitet, sie begannen damit 2009 und damals mit Papua-Neuguinea.

Inzwischen duftet es schon verführerisch und der Hunger der Köchinnen ist deutlich größer geworden. Glücklicherweise haben viele Köchinnen in diesem Fall nicht den Brei verdorben, sondern ein ganzes Menü in kurzer Zeit gezaubert. Also Zeit sich niederzulassen und die surinamesischen Gerichte zu genießen. (zba)

Quelle: op-online.de

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