„Wir sind gut ausgelastet“

+
Ihre Gründung vor 30 Jahren feiert in diesem Jahr die Babenhäuser Firma Lux Bauelemente. Unser Bild zeigt von rechts Artur Lux mit Alexandra Lux und Ralf Blanchet.

Babenhausen - Das Unternehmen Lux Bauelemente erarbeitete sich mit seinen acht Mitarbeitern einen festen Platz im Babenhäuser Gewerbe und ist mittlerweile in der gesamten Region tätig.

Unser Mitarbeiter Michael Just hat mit Inhaber und Geschäftsführer Artur Lux einen Blick in die Vergangenheit und die Zukunft geworfen.

Gleich zu Beginn die Frage: Sind sie ein echter Babenhäuser?

Nein, ich bin gebürtig aus Schlesien und in Nordrhein-Westfalen groß geworden. Unsere Firma hatte im Taunus und dann in Offenbach-Bieber ihre Anfänge. In Babenhausen sind wir jetzt seit 24 Jahren. Das ist damit begründet, dass wir hier damals ein Haus bauten.

Was gefällt ihnen an Babenhausen?

Unsere Familie ist der ländliche Typ. Deshalb fühlen wir uns in Babenhausen sehr wohl. Außer der hohen Gewerbesteuer finden wir alles passend.

Wo liegen die Anfänge der Firma?

Der Weg führte über den Fensterbereich. 1983 war ich Verkaufsleiter einer Fensterfabrik und habe mich in diesem Jahr als Handelsvertreter selbstständig gemacht. Mit der Zeit kam die Montage dazu, das heißt, wir haben nicht nur die Produkte gekauft, sondern auch beim Kunden montiert. Mit dem wachsenden Wunsch nach geschlossenen Systemen und damit den Wintergärten haben wir dieser Nachfrage entsprochen. Derzeit verfügen wir über eine gute und konstante Auslastung, mit der wir fünf Familien in unserem Mitarbeiterbereich ernähren.

Inwieweit machen ihnen Wirtschaftskrisen zu schaffen?

Das ist das Gute an unserem Produkt, dass wir davon nicht betroffen sind. Im Gegenteil: Wenn die Leute Angst um ihr Geld haben, investieren sie ins Eigenheim oder gönnen sich was. Wirtschaftkrisen betreffen vor allem die Neubauten. Hier sind wir weniger präsent, da die meisten Kalkulationen bei Bauvorhaben ohnehin sehr knapp sind. Wintergärten kommen fast immer später hinzu. Unsere Produkte gehen zu 98 Prozent an bestehende Häuser. Unser Klientel besteht zu zwei Dritteln aus Personen über 50. Damit kann man den Wintergarten als Luxusartikel auffassen.

Ihre Firma arbeitet sehr erfolgreich. Wie sieht es mit Expansion aus?

Daran denken wir derzeit nicht und möchten die momentane Größe beibehalten. Das auch deshalb, weil wir momentan in einer Übergangsphase sind. Mit 71 Jahren habe ich ein gewisses Alter, bei dem ich nicht mehr jeden Tag rund um die Uhr da sein will. Meine Tochter und mein Schwiegersohn werden schon bald meine Nachfolge antreten, so dass die Weiterführung und unsere Unternehmensziele gesichert sind. Generell haben wir als Familienbetrieb begonnen, und so soll es auch weitergehen.

Beim Blick zurück – gibt es Dinge, die sie heute anders machen würden?

Wenn ich noch ein paar Jahre jünger wäre, würde ich nicht nur den Aufbau der Wintergärten, sondern auch die Fertigung der Elemente komplett selbst in die Hand nehmen. In den Jahren zuvor hatten wir immer wieder Pech mit Subunternehmen, was viel Theater brachte. Ohne diese Liefer- und Produktionsabhängigkeiten könnten wir viel wirtschaftlicher arbeiten und einen höheren Umsatz erzielen. So hängt immer ein Damokles-Schwert über der Arbeit, weil wir vieles nicht selbst in der Hand haben. Bei den Dingen, die dann passieren können, verliert man manchmal die Lust am Arbeiten.

Wie entspannt Artur Lux?

Ein Zehn- bis Zwölfstundentag ist normal, da viele Kunden berufstätig sind und wir oft erst abends mit ihnen planen und sprechen können. Abwechslung gibt mir unser Hund, dazu habe ich meine Tochter, die ich früher oft bei ihrem Reitsport begleitet habe. Wir haben es nie bereut, Tiere zu haben, weil die junge Menschen erziehen. Jetzt habe ich ein ganz neues Hobby: meinen Enkel. Mit 18 Monaten entwickelt der sich prächtig. Wenn er etwas größer ist, dann werden wir neben einem Zoo-Besuch noch viele tolle andere Sachen zusammen machen.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare