Nach Ostern sollen die Bauarbeiten beginnen

Senioren-Wohnpark für Babenhausen mit 19 Bungalows

Ein Bungalow-Wohnpark wie dieser in der Nähe von Karlsruhe soll in Harreshausen entstehen.
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Ein Bungalow-Wohnpark wie dieser in der Nähe von Karlsruhe soll in Babenhausen entstehen.

Es ist ein in der Region einzigartiges Projekt. In Babenhausen sollen 19 barrierefreie Bungalows für seniorengerechtes Wohnen entstehen.

Babenhausen – Vor fast genau einem Jahr rückte die etwa 9  000 Quadratmeter große Ackerfläche hinter dem Bethesda-Seniorenzentrum ganz ungewollt in den Blickpunkt. Bei den vorgeschriebenen Sondierungsarbeiten entdeckten die Experten eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Um die Bombe zu entschärfen, musste ganz Harreshausen evakuiert werden.

Baubeginn für Senioren-Wohnpark in Babenhausen nach Ostern

In zirka drei Monaten soll es auf dem brachliegenden Gelände wieder hoch hergehen: „Wir planen direkt nach Ostern mit den Erschließungsarbeiten zu beginnen“, berichtet Tom Best in seiner Funktion als Vorstand der Lebensraum-Baugenossenschaft, die dort einen Senioren-Bungalow-Wohnpark errichten wird. Ursprünglich sollte bereits im vergangenen Sommer mit den Bauarbeiten begonnen werden, aber unter anderem die Corona-Pandemie sorgte für Verzögerungen bei den Planungen. Ein wichtiger Meilenstein konnte dann auch erst vor wenigen Wochen gesetzt werden. Die Baugenossenschaft, die bereits im Sommer 2019 gegründet worden war, ist seit Anfang Dezember nun auch rechtsfähig beim Amtsgericht Darmstadt eingetragen.

Infos in der Videokonferenz

Um Fragen zur Lebensraum-Baugenossenschaft und zum Projekt zu beantworten, haben die Vorstände Alexander Wege und Tom Best eine Info-Veranstaltung geplant. Da man derzeit nicht persönlich zusammen kommen kann, wird es eine Video-Konferenz sein. Sie beginnt am Samstag, 23. Januar, um 16 Uhr auf der Internetplattform Zoom. Der Zugang kann bei Maren Schäffner per E-Mail angefordert werden: info@lebensraum-baugenossenschaft.de. Unter Telefon 06073 7286-710 kann sich ebenfalls informiert werden. (nkö)

Die Zielgruppe für die 19 geplanten Häuschen ist klar umrissen: Ältere Hausbesitzer, denen das Eigenheim zu groß ist, die aber nicht in eine Wohnung ziehen wollen, sondern weiterhin in einem eigenen Haus – in diesem Fall ein Bungalow in massiver Holzbauweise – wohnen möchten. Drei Typen wird es geben: Zwei Zimmer mit 78 Quadratmeter, drei Zimmer mit 92,5 Quadratmeter und vier Zimmer mit 108 Quadratmeter. Alle mit offener Küche, Bad, Carport und Abstellraum am Haus. Keller oder Dachgeschoss wird es nicht geben.

Großes Interesse an Senioren-Wohnpark in Babenhausen

Drei Gebäude sind bereits vorgemerkt. „Wir wollen im Februar den größten Teil der Mitbewohner festmachen“, hofft Tom Best, der auch Geschäftsführer des Christlichen Sozialwerkes ist, zu dem die Pflegeeinrichtungen Bethesda in Harreshausen und Bethanien in Schaafheim gehören. Getragen wird die Hoffnung durch das gezeigte Interesse an dem in der Region einzigartigen Projekt: „Wir haben ja bereits vor drei Jahren die Idee kommuniziert. Seit dem führen wir rund 130 Adressen von Neugierigen in einer Datei, die regelmäßig abgefragt wurden, ob sie noch Interesse haben. Elf Anträge auf Mitgliedschaft in der Genossenschaft liegen vor“, berichtet Best. Denn nur wer Mitglied in der Baugenossenschaft und damit auch Anteile erwirbt, kann letztendlich auch in eines der barrierefreien Häuser beziehen. Wer sich genau über den Kauf von Anteilen und die daraus ergebende Miete für einen der Bungalows informieren möchte, für den steht auf der Homepage der Baugenossenschaft (siehe Infokasten) ein Kalkulator zur Verfügung.

Senioren-Wohnpark in Babenhausen setzt auf Nachhaltigkeit

Neben der Einzigartigkeit des Projektes im Umkreis ist es auch in vielen Bereichen nachhaltig. „Die Heizung wird ein komplett innovatives Modell sein. Die Gebäude werden alle komplett mit Fotovoltaik – also stromerzeugenden Solarpanels – belegt und erzeugen Strom für Warmwasser, Fußbodenheizung, Beleuchtung und so weiter selbst“, so Best. Mit dem zu erwartenden Überschuss im Sommer sollen auch die geplanten Elektrotankstellen für E-Bikes und Autos gespeist werden. „In dunklen Tagen wird Strom eingekauft werden, aber die Kosten und die ökologische Komponente seien günstig. Wenn es die Mitglieder wünschen, könnte es sogar ein Carsharing mit E-Autos geben“, wirbt Best. Genau wie für die Nähe zum Bethesda-Seniorenzentrum, wo etwa Bungalow-Bewohner zum Beispiel Gemeinschaftsräume für Geburtstagsfeiern kostenfrei mieten oder etwa den kostenpflichtigen Verpflegungsservice nutzen können. (Norman Körtge)

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