DRK Babenhausen feiert 100-jähriges Jubiläum und bietet großes Programm / Samstag hätte besser besucht sein dürfen

300 Begeisterte bei Oldie-Night

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So werden beim DRK-Babenhausen langjährige Mitglieder geehrt: Beim Festumzug ging es für Heinz Willand (60 Jahre aktiv) in der Kutsche durch die Stadt.

Babenhausen - Wer sich das große Festprogramm des DRK Babenhausen zum 100-jährigen Geburtstag anschaute, staunte bezüglich der Akademischen Feier im April und dem dreitägigen Großprogamm am Wochenende nicht schlecht. Konzerte, Rummelplatz, Fahrzeugausstellung, Vorführungen und ein Jubiläumsumzug wurden geboten. Von Michael Just

„Feiern alle DRK-Ortsverbände ihren 100-Geburtstag so groß?“, kam da unweigerlich die Frage auf. Die konnte der Vorsitzende des DRK-Babenhausen, Helmut Fendt, mit einem Lächeln beantworten: „Ein 100-jähriges Jubiläum kann man durchaus größer feiern. Wenn schon, dann richtig, haben wir gedacht.“ In der Folge sei ein Programm entstanden, das man so im Kreisverband und auch der weiteren Umgebung noch nicht gesehen habe und mit dem man einen Akzent setzen wolle. Dass die Grundidee des Ganzen von Fest- und Organisationsprofi Helmut Fendt entstammte, dürfte jedem Babenhäuser sofort klar gewesen sein. Dennoch hebt der DRK-Vorsitzende heraus, dass er sich seine Pläne in einer Generalversammlung absegnen ließ. Mit der Unterstützung der 25 DRK-Aktiven der Kernstadt und weiterer Babenhäuser Vereinen, wie dem Reitverein, der Feuerwehr, dem CVB oder den Gesangvereinen „Volkschor“ und „Eintracht“, die sich um den Ausschank beim Bierwagen kümmerten als auch beim Umzug mitliefen, wurden die Pläne umgesetzt. „Ich weiß, dass wir trotz des großen Programms eine Kostendeckung haben“, konstatierte Fendt bereits im Vorfeld: „Alle drei DRK-Kapellen spielen umsonst, deren Auftritte sind quasi Rotkreuz-intern.“So habe man kein Risiko und müsse jeweils nur die Busanfahrt bezahlen. Selbst für die Übernachtung der Rotkreuzkapelle Bad Kissingen in Aschaffenburg mit rund 30 Mann müsse man nicht aufkommen, da das Hotel einem DRK-Mitglied gehöre.

An der Kletterwand durfte alle üben.

Bereits am Freitagabend startete das Festprogramm mit einer Oldie-Night, zu der 300 begeisterte Besucher kamen, von denen die letzten um halb drei den Heimweg antraten. Dürftiger gestaltete sich der Samstag: Die große Fahrzeugausstellung am Nachmittag von DRK, THW und Feuerwehr mit Vorführungen samt Kinderfest zog bei sehr warmen Temperaturen nur eine überschaubare Zahl an Besuchern an. So erhielt die DRK-Hundestaffel aus Babenhausen, die die älteste und einer der größten Staffeln in Hessen ist, nicht die Aufmerksamkeit, die sie eigentlich verdient hätte. Sie wartete mit fast all´ ihren 18 Hunden einer äußerst interessanten Vorführungen auf. Die sehr gut ausgebildeten Vierbeiner kletterten über Leitern, schlüpften durch Tunnel oder balancierten auf Holzbohlen.„Auf der Leiter müssen die Hunde Vorder- und Hinterbeine koordinieren. Das ist sehr schwer für das Tier, weil das nicht in seiner Natur liegt. Hinzu kommen die ungewohnte Höhe und das Gleichgewichthalten“, so Ausbilderin Manuela Schmerker.

Die Tanz- und Show-Band aus Bad-Kissingen spielte im Zelt.

Enttäuschend war die Resonanz auf das Festprogramm am Samstagabend: Trotz der hochklassigen Tanz- und Show-Band aus Bad-Kissingen verloren sich nur wenige Gäste im Zelt, so dass die Musiker bereits um 23 Uhr ihr Unterhaltungsprogramm beendeten. „Ich vermisse die Gäste und den Zuspruch von DRK-Verbänden aus der Umgebung und den Stadtteilen“, sagte ein Besucher.

Am Sonntag stand dann noch der große Festumzug an. Mit 20 Nummern zog der kleine Lindwurm durch die Innenstadt. Besonders markant waren die Reiter des Reit- und Fahrvereins, die Hundestaffel und die Traktorfreunde, die mit fast einem Dutzend geschmückter Zugmaschinen die Blicke auf sich zogen. Die DRK-Fanfarenzüge sorgten nicht nur für beste Stimmung, sondern vermittelten in ihren optisch gelungenen Auftritten fast etwas von einer amerikanischen Parade. Den Abschluss bildete eine edle Kutsche, in der Heinz Willand saß und winkte. Sie zeigte, welche Ehre DRK-Mitgliedern in Babenhausen zuteil wird, die sich 60 Jahre aktiv im Verein engagiert haben.

Quelle: op-online.de

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