„Beitrag für lebendige Demokratie“

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Rüdiger Manowski, im Bild mit Lebensgefährtin Elke Kunkel, erhielt im Vereinsheim des TV Langstadt den Ehrenbrief des Landes Hessen.

Babenhausen - „Sie haben es verdient!“,sagte Landrat Alfred Jakoubek und ließ keinen Zweifel daran, dass die höchste Auszeichnung in Hessen für Personen, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren, den richtigen getroffen hat. Am Mittwochabend erhielt Rüdiger Manowski im Vereinsheim des TV Langstadt den Ehrenbrief des Landes Hessen. Von Michael Just

Gewürdigt wurden dabei die beispielgebenden Verdienste des 46-Jährigen, der sich in vielfältiger Weise in Babenhausen engagiert.

Zum einen in unterschiedlicher Form in der Kommunalpolitik: Mit gerade mal 29 Jahren wurde Manowski im September 1991 in die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Knapp zwei Jahre später war er bereits stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher. „Mit 31 Jahren ist das schon fast rekordverdächtig“, lobte Jakoubek. Das Amt des Stadtverordnetenvorstehers wurde ihm 1997 übertragen. Dieses übt er bis heute aus.

1991 führte der Weg in den Finanzausschuss, den er von 1992 bis 1997 leitete. Weitere Tätigkeiten folgten in der kommunalen Informationsverarbeitung oder als Vorsitzender des Ältestenausschusses der Stadt. In dem Ausschuss „Eigenbetriebe“ gestaltet er seit 2000 die Bereiche Stadtentwässerung, Immobilienmanagement, Bestattungswesen, Bauhof und Schwimmbad aktiv mit. Im Ortsbeirat setzt er sich seit vielen Jahren für die Belange von Langstadt ein. Des Weiteren ist er im evangelischen Kirchenchor und beim TSV Langstadt aktiv: Beim TSV war er Abteilungssleiter Turnen und lange Jahre Rechner. Derzeit steht er der Karnevalsabteilung vor. Jakoubek dankte auch Manowskis Lebensgefährtin Elke Kunkel, die im Privatleben ein Höchstmaß an Verständnis „mit- und ertragen“ müsse.

Bürgermeisterin Gabi Coutandin lobte, dass Manowski mit seinem Engagement das Heft selbst in die Hand nimmt und sich damit nicht Entscheidungen anderer ausliefert. „Es ist ein wertvoller Beitrag gegen Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit und für eine lebendige Demokratie.“

Weitere Dankesworte kamen von Langstadts Ortsvorsteher Heinrich Metzler, dem TSV-Vorsitzenden Harald Früchtenicht und von Frank Ludwig Diehl im Namen der Karnevalabteilung. Metzler erinnerte daran, dass Manowski die Auszeichnung in recht jungen Jahren erhält, was seine Arbeit unterstreiche. Früchtenicht dankte für mittlerweile 30 Jahre TSV-Vorstandsarbeit, während Diehl auf das große Organisationstalent und die vielen Ideen des Langstädters einging.

Wie Manowski sagte, lasse sich dieses Pensum nur mit Disziplin und Fleiß absolvieren und der nötigen Unterstützung im familiären sowie im beruflichen Bereich. Der Bankangestellte hatte aus diesem Grund auch Arbeitskollegen und Vorgesetzte eingeladen. Gerhard Krocker vom Vorstand der Vereinigten Volksbank Griesheim-Weiterstadt zeigte sich nach der Reihe der Laudatoren überrascht, wie vielfältig sich sein Kollege engagiert: „Da wundert es, dass sie noch Zeit haben zu uns zu kommen“, sagte er wohlwollend und zur Erheiterung der Gäste. Trotz der vielen Verpflichtungen mache er seine Arbeit äußerst akkurat. Derzeit ist Manowski beschäftigt, das 100-jährige Jubiläum des TSV Langstadt vorzubereiten. Dafür hat er den Vorsitz im Festausschuss übernommen.

Quelle: op-online.de

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