Bereits 20 registrierte Nutzer für das elektrische „BuergerMobil“

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Moritz Hoffmann (von links), Regionalmanagement der Entega, Manfred van Bürk, Matthias Send, Vorsitzender der Geschäftsführung des Entega NATURpur Instituts, Achim Knick und Bürgermeister Joachim Knoke mit dem „BuergerMobil“ auf dem Marktplatz.

Babenhausen - Seit Ende Februar rollt das gemeinschaftlich genutzte „BuergerMobil“ durch Babenhausen, seine Stadtteile und die Umgebung. Zeit für ein erste Zwischenbilanz. Von  Petra Grimm

Für insgesamt sechs Monate – bis Ende September – stellt das Entega NATURpur Institut den Babenhäusern ein Elektroauto zur Verfügung. Für ein Forschungsprojekt sollen neue Erkenntnisse rund um die Nutzung von Elektromobilität im Rhein-Main-Gebiet gewonnen werden. Wie berichtet, organisiert die gemeinschaftliche Nutzung des Fahrzeugs der Hergershäuser Achim Knick, der dabei von Manfred van Bürk unterstützt wird. Knick hat das innovative Mobilitätskonzept, das über das übliche Carsharing hinausgeht, initiiert.
Ziel seines Projektes „BuergerMobil“ sei nicht die individuelle Nutzung durch Einzelpersonen, wie Knick betont, sondern Fahrgemeinschaften, beispielsweise zu Veranstaltungen oder zum Einkaufen. „Im Ideal nehmen die Fahrer andere Leute mit“, sagte er bei der offiziellen Übergabe des Mitsubishi i-Miev durch Matthias Send, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung des NATURpur Instituts, und Moritz Hoffmann vom Regionalmanagement der Entega.

„Im Moment biete ich in der Woche ein bis zwei Einkaufsfahrten für ältere Damen an, die selbst kein Auto mehr haben oder nicht mehr fahren wollen. Wenn ich selbst nicht fahren kann, habe ich drei Fahrerinnen auf meiner Liste, die für diese Touren einspringen. Außerdem ist einmal pro Woche eine Fahrgemeinschaft zu einer christlichen Veranstaltung in Schaafheim unterwegs und zweimal ins Hallenbad nach Dieburg“, informierte Knick über die aktuelle Auslastung des Elektroautos, mit der er zufrieden sei. Sein Werben in den sozialen Netzwerken und in persönlichen Gesprächen während der zurückliegenden fünf Wochen haben gefruchtet: „Es sind bereits 20 Leute als Fahrer registriert, sechs fahren regelmäßig mit dem BuergerMobil, sieben sporadisch und der Rest hat sich registrieren lassen, fährt aber noch nicht“, bilanzierte er. Absprachen der Nutzer untereinander sind bei diesem Mobilitätskonzept unverzichtbar. Deshalb tragen registrierte Fahrer ihre geplante Tour in einen elektronischen Kalender ein. Das funktioniere gut, sagten Knick und van Bürk.

Für das gemeinnützige NATURpur Institut geht es bei seinem Forschungsprojekt, bei dem den Bürgern das Fahrzeug zum Testen kostenlos zur Verfügung gestellt wird, um das Sammeln von Erkenntnissen rund um die Elektromobilität und darum, die Menschen für diese Art der Fortbewegung zu gewinnen. Die Kosten für die Versicherung übernimmt das Institut ebenfalls. „Gestartet sind wir mit dem Projekt im vergangenen Jahr zuerst in Darmstadt. Die Leute konnten das Fahrzeug bis zu drei Tage kostenlos ausleihen und in ihren Alltag integrieren. Das lief sehr gut“, sagte Send. Über die Auswertung von Fragebögen, in denen die Nutzer ihre Erfahrungen eintragen, wolle man erfahren, „wie funktioniert E-Mobilität“. Unter anderem sollen Erkenntnisse über die Infrastruktur für Elektroautos gesammelt werden.

Kleine Elektroautos für die Stadt

So ist es beispielsweise wichtig bei einem Stromfahrzeug, das – wie dieser Mitsubishi Baujahr 2011 – vollgeladen eine Reichweite von etwa hundert Kilometer hat, zu wissen, wo die nächste freie Ladestation ist. Für diese und andere Informationen gibt es inzwischen Apps, die man auf sein Handy laden kann, erklärte Moritz Hoffmann vom Regionalmanagement der Entega, in dessen Bereich in einem nächsten Schritt die Planung einer ganzen Strom betriebenen Autoflotte fällt, die man in Zukunft dann gegen Gebühr zur Verfügung stellen könne. „Die Kunst ist, die Leute auf den Fahrersitz zu bekommen, dass sie es einmal selbst erleben“, sagte Knick. Bereits ein Fan der Elektromobilität ist Bürgermeister Joachim Knoke, der das Projekt „BuergerMobil“ unterstützt und vom Fahren im Stromauto schwärmt: „Es hat was von Segeln.“

Wer sich als Fahrer des „BuergerMobils“ registrieren lassen oder sich einfach informieren möchte: Kontakt zu Achim Knick unter 01515/4333380, E-Mail an buergermobil@web.de oder auf der Internetseite www.buergermobil.org vorbeischauen.


Quelle: op-online.de

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