Job-Info-Börse

Beste Orientierung aufs Berufsleben

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Stufenleiterin Barbara Meuer und Michael Spiehl von der städtischen Kinder- und Jugendförderung helfen den Schülern bei den Vorbereitungen auf die Job-Info-Börse.

Babenhausen - Berufsorientierung wird an der Offenen Schule groß geschrieben. Ein wichtiger Baustein ist die alljährliche Job-Info-Börse, die am 7. März zum 16. Mal über die Bühne geht. Von Petra Grimm 

Damit die rund 220 Schüler der acht neunten Klassen diesen Tag gut nutzen können, findet im Januar in den einzelnen Klassen dieses Jahrgangs immer ein Projekttag zur Vorbereitung statt. Vergangene Woche war es wieder soweit. „Heute geht es darum, dass die Schüler sich mit den verschiedenen Berufen, die bei der Job-Info-Börse durch die Firmen vorgestellt werden, beschäftigen. Sie informieren sich über Broschüren und das Internet und jeder fertigt ein Plakat über einen Beruf an, auf dem die Dauer der Ausbildung, die Aufgaben, Anforderungen, der erforderliche Schulabschluss oder auch die Fortbildungsmöglichkeiten beschrieben werden. Dadurch sollen die Schüler auch auf neue Ideen für eine mögliche Ausbildung kommen“, erläuterte Barbara Meuer, Stufenleiterin der siebten und neunten Klassen, die von Anfang an als Organisatorin bei der Job-Info-Börse dabei war.

Der große Info- und Orientierungstag, an dem sich wieder 41 Firmen und Institutionen mit Vorträgen und praktischen Vorführungen präsentieren und den Fragen der Jugendlichen stellen werden, ist ein Gemeinschaftsprojekt der Schule, Schulsozialarbeit und der städtischen Kinder- und Jugendförderung. Neben den Neuntklässlern sind jedes Jahr auch einige Zehntklässler, die noch Bedarf haben, und die Abgänger der Eduard-Flanagan-Schule dabei, um sich bei der Job-Info-Börse über die verschiedenen Wege nach der Schule schlau zu machen. In die Organisation eingebunden ist außerdem seit einigen Jahren eine Schülergruppe des neunten Jahrgangs.

Bemühen um Schüler

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Beim Projekttag am Freitag erläuterte Jugendpfleger Michael Spiehl den Neuntklässlern auch den Tagesablauf bei der Job-Börse und wie die Einwahl funktioniert. Denn jeder Schüler darf Ende Januar fünf Firmen oder Institutionen auswählen, für die er sich besonders interessiert. „Davon bekommt er drei, die er bei der Job-Info-Börse dann aufsucht. In einer vierten, offenen Phase können die Schüler und gerne auch die Eltern herumlaufen und sich überall, ihren Interessen entsprechend, informieren“, erklärte Spiehl. Erfreulich für die zukünftigen Schulabgänger ist, dass sich die Ausbildungssituation in den vergangenen Jahren zu Gunsten der jungen Leute verändert hat. Firmen suchen oft händeringend nach geeigneten Lehrlingen. Diese Erfahrung hat auch Barbara Meuer gemacht: „Die Betriebe bemühen sich inzwischen mehr um die Schüler.“

Einige Schüler der Klasse 9/4, die am Freitagvormittag eifrig Plakate über die beruflichen Chancen bei der Bundeswehr, den Beruf des KFZ-Mechatronikers, Bankkaufmanns oder auch der Maskebildnerin anfertigten, habe schon recht konkrete Vorstellungen, was sie gerne werden würden. So recherchierte die 15-jährige Michalina für ihr Plakat über den Beruf der Polizeibeamtin. „Ich habe eine Bekannte, die Polizistin ist und immer so spannend davon erzählt, dass ich Interesse bekommen habe. Außerdem bin ich gerne im Kontakt mit Menschen“, erzählte die Schülerin, die auch einen Plan B hat: „Mediengestaltung wäre auch was für mich“.

Orientierungsphase nutzen

Eine Mädchengruppe in der Klasse hat ein Plakat über das Freiwillige, soziale Jahr und den Bundesfreiwilligendienst als Alternative zur sofortigen Berufsausbildung gestaltet. Zu ihnen gehören Pia und Adriana, die beide Ergotherapeutin werden wollen. „Da könnte man sein soziales Jahr in einer Behindertenwerkstatt ableisten und dabei den Beruf der Ergotherapeutin kennen lernen“, sagte Adriana, die in den Herbstferien bereits ein einwöchiges Praktikum in der Seniorenresidenz in Babenhausen gemacht hat: „Ich kann mir auch vorstellen mit älteren Menschen als Ergotherapeutin zu arbeiten.“

Jetzt heißt es für die Neuntklässler erstmal, die Orientierungsphase bis zur Einwahl für die Jobbörse nutzen und die Plakate über die unterschiedlichen beruflichen Möglichkeiten, die im Jahrgangsbereich aufgehängt werden, studieren. Denn mancher Traumberuf entpuppt sich bei genauerer Betrachtung vielleicht doch als so erstrebenswert. Und umgekehrt gibt es sicher einige eher unbekannte Tätigkeiten, bei denen es sich lohnen würde, mehr zu erfahren.

Quelle: op-online.de

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