Preise für Immobilien steigen in Babenhausen

„Betongold“ bleibt im Trend

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Wer in Babenhausen ein Haus kaufen will, muss tiefer in die Tasche greifen als noch vor wenigen Jahren.  

Babenhausen - Der Trend zu den eigenen vier Wänden ist nach wie vor ungebrochen. Die Folge sind steigende Immobilienpreise. Wer heute zum Beispiel in Babenhausen ein Haus bauen will, muss dafür deutlich mehr zahlen als noch vor einigen Jahren. Von Sebastian Schwarz 

Zu diesem Ergebnis kommt auch der aktuelle Immobilienmarktbericht des Amts für Bodenmanagement (AfB) in Heppenheim. Insgesamt 12 800 Immobilientransaktionen im Raum Südhessen verzeichnet dieser für das vergangene Jahr. Dies entspricht gegenüber dem Rekordjahr 2012 einem Rückgang von rund 16 Prozent. Der Geldumsatz belief sich dabei in der Summe auf 2,53 Milliarden Euro. „Nachdem in den Jahren 2010 bis 2012 ein stetiger Anstieg von Immobiliengeschäften zu verzeichnen war, ergab sich für das Jahr 2013 somit erstmals eine rückläufige Tendenz“, heißt es in dem Bericht.

Wie Michael Stein, Fachbereichsleiter Immobilienwertermittlung beim AfB, aber erklärt, befinde sich die Nachfrage dennoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Besonders für Juli des laufenden Jahres rechne er mit vielen Transaktionen. Der Grund: Zum 1. August wurde in Hessen die Grunderwerbssteuer von einem auf sechs Prozent erhöht. Es trifft also eine hohe Nachfrage auf ein geringes Angebot. Die Folge sind steigende Immobilienpreise.

Bodenpreise nicht ganz so stark gestiegen

So musste laut den Zahlen des AfB ein Interessent für ein Haus, Baujahr 1980, mit einer Wohnfläche von 160 Quadratmetern und einer Gesamtgrundstücksfläche von 600 Quadratmetern in Babenhausen im Jahr 2013 rund 285.000 Euro zahlen. Dies entspricht einer Preissteigerung von rund 17,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2010, damals wären für das gleiche Objekt nur 242.500 Euro fällig geworden. Und auch für das laufende Jahr ist keine Umkehr dieser Entwicklung zu erwarten. „Im Moment ist kein gegenläufiger Trend erkennbar“, erläutert Michael Stein.

Nicht ganz so stark gestiegen sind hingegen die Bodenpreise. „Wir sehen hier eine Stagnation bis leichten Anstieg, der aber nicht so deutlich ist wie bei bebauten Objekten“, weiß Stein. Laut den Zahlen des Immobilienmarktbericht kostete in Babenhausen ein Quadratmeter Wohnbaufläche in guter Lage, zum Beispiel in der Kernstadt, im vorigen Jahr 270 Euro. Für eine gute Lage in einer gemischten Baufläche wurden 255 Euro fällig. Die Preisentwicklung bei den gemischten Flächen verhält sich dabei ähnlich wie bei reinen Wohnbauarealen. In der Nachbargemeinde Münster kosteten vergleichbare Flächen 300 beziehungsweise 270 Euro. Leicht rückläufig sind hingegen die Preise für gewerbliche Bauflächen. Um rund ein bis fünf Prozent sind diese in den letzten drei bis vier Jahren im Schnitt gesunken und liegen aktuell bei 110 Euro pro Quadratmeter.

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Relativ konstant auf hohem Niveau zeigen sich die Babenhäuser Mietpreise. Eine durchschnittliche Wohnung, Baujahr 1990, mit einer Wohnfläche von 80 Quadratmetern wurde im vergangenen Jahr im Mittel für einen Preis von 6,90 Euro pro Quadratmeter vermietet. Im Jahr 2012 lag der Preis pro Quadratmeter bei rund 6,85 Euro. In Münster kostete eine vergleichbare Wohnung im vergangenen Jahr 7,10 Euro pro Quadratmeter fällig.

Quelle: op-online.de

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