„Bewegte Party“ für die Kleinen

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In Schwung kamen vor allem die kleinen Gäste zur Party, die aus Anlass der zehnjährigen Kooperation zwischen Turnverein Babenhausen und Kita Kunterbunt veranstaltet wurde.

Babenhausen – Die Kinder balancieren, springen von Kästen auf dicke Matten und schwingen an langen Seilen durch die Turnhalle. Das Bewegungsangebot bereitet ihnen sichtlich und vor allem deutlich hörbar Vergnügen. Von Petra Grimm

Auf der Bühne haben sich die Erwachsenen bei Kaffee und Kuchen niedergelassen. „Bei unserem Fest heute stehen die Kinder im Vordergrund. Deshalb haben sie mehr Platz bekommen in der Halle und die Erwachsenen müssen ein bisschen zusammen rücken“, erklärte die TVB-Übungsleiterin Thea Scharwinski am Samstagnachmittag mit Blick in das fröhliche Tohuwabohu.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Heidi Spiehl und Kita-Leiterin Hannelore Machado, die im Mai in Ruhestand gegangen ist, hat sie vor zehn Jahren das Kooperationsprojekt des Turnvereins und der Kita Kunterbunt ins Leben gerufen. „Mehr Bewegung in den Kindergärten“ hieß das Förderprogramm der Sportjugend Hessen, die das Projekt ebenso wie die DAK einige Jahre unterstützt hat.

Alle 14 Tage im Wechsel in die TVB-Halle

Inzwischen trägt der TVB das Bewegungsangebot für die Kindergartenkinder alleine. „Wir stellen die Halle und die qualifizierten Übungsleiterinnen, die die Kinder gemeinsam mit den Erzieherinnen betreuen“, sagte der TVB-Vorsitzende Bert Bernhardt, der die Gäste, darunter Ortsvorsteher Reinhold Gottstein, Martina Barz vom Arbeiter-Samariter-Bund und Hermann Graf vom Vorstand des Turngaus Odenwald, zum Geburtstagsfest begrüßte.

Immer freitags, alle 14 Tage im Wechsel, kommen zwei Gruppen aus der viergruppigen Kita in die TVB-Halle. Hier können sie ihre Motorik an den Turngeräten und in Bewegungslandschaften trainieren. „Bewegung wird heute ja anders gesehen. Man weiß inzwischen, wie wichtig sie für die geistige Entwicklung der Kinder ist. Dem entsprechend ist auch die Raumgestaltung in der Kita und auf dem Außengelände.

Wir haben auch einen Bewegungsraum, den die Kinder täglich nutzen können, aber der Turnverein hat viele Geräte, die wir nicht haben. Wir wollen den Kindern, die heute ja gar nicht mehr so viel draußen spielen und oft in beengten Wohnverhältnissen leben, möglichst vielfältige Bewegungsmöglichkeiten bieten“, sagte Dagmar Thybusch, die neue Leiter der ASB-Kita.

Erzieherinnen bemerken Defizite

Das gemeinsame Projekt, das vom Engagement der Übungsleiterinnen und der Erzieherinnen lebt, ist auf jeden Fall ein Erfolg und soll auch weiterlaufen. Nicht nur weil die Unfälle und Verletzungen in der Einrichtung zurückgingen. „Wir können auch motorische Schwächen bei den Kindern frühzeitig aufdecken.

Die Erzieherinnen, die die Kinder ja täglich sehen, bemerken Defizite und geben uns Hinweise, sodass eine frühzeitige Förderung beginnen kann“, sagte Thea Scharwinski, die viele Fortbildungen absolvierte und auch weiterhin besuchen wird, wie sie sagt. Bis zum Alter von acht Jahren sei eine ganzheitliche Förderung im sportlichen Bereich sinnvoll: „Erst danach sollte eine zusätzliche Spezialisierung beginnen“.

Quelle: op-online.de

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