Biber fühlt sich wieder heimisch

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Ist ein scheuer Geselle und zieht sich gerne zurück: der Biber.

Hergershausen ‐ Ihn zu Gesicht zu bekommen, ist Glückssache, doch seine Spuren sind an der Gersprenz deutlich zu sehen. Bearbeitete spitze Holzstämme bezeugen, dass der Biber wieder in unsere Region zurück gekehrt ist. Von Stefan Scharkopf

Kaum zu glauben, dass das bereits im 16. Jahrhundert im Gebiet der Gersprenz vollständig ausgerottete Nagetier im Jahr 2008 wieder hierher zurück gekehrt ist. Der letzte Biber-Fund in Hessen datiert auf 1846.

Wie Karsten Heinrich von der Unteren Naturschutzbehörde auf Anfrage sagt, lebt „Castor fiber“ derzeit etwa mit zehn Exemplaren im Landkreis Darmstadt-Dieburg, die eine Hälfte in Reinheim und - der Name sagt´s - in Groß-Bieberau, die andere Hälfte in den Hergershäuser Wiesen. „Definitv sicher“ sei, dass es dort ein Pärchen gebe, das 2009 auch zwei Junge zur Welt gebracht habe.

Wie der Biber in unsere Region gekommen ist, steht nicht zweifelsfrei fest. Möglich ist, dass die Tiere aus Bayern den Main hochmarschiert sind und dann an die Gersprenz gelangten. Dafür spricht, dass im Bayrischen, so Heinrich, der Biber doch häufiger anzutreffen ist.

Ein „Biberbeobachternetz“ untersuche immer wieder mal, ob Schäden vorzufinden seien.

In der Alten Schule in Hergershausen hatte Diplom-Biologe Karsten Heinrich auf Einladung des Vereins Herigar den gespannten Zuhörern von diesem seltenen Zeitgenossen berichtet. Neben vielen Informationen über Eigenschaften und Lebensweise des Bibers sowie Unterschiede zu Nutria und Bisamratte, wurde auch ein Film gezeigt.

Lesen Sie einen ausführlichen Bericht in unserer Printausgabe.

Quelle: op-online.de

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