Info-Börse

Ein Bild vom richtigen Job

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Schüler gestalteten Plakate über Berufe ihrer Wahl, die bei der Job-Info-Börse vorgestellt werden.

Babenhausen - Schüler bereiten die Info-Börse vor und recherchieren die Anforderungen für einen möglichen Ausbildungsplatz oder ein Studium. Von Petra Grimm

„Welche Informationen sind wichtig für unser Plakat, was müsst ihr über die einzelnen Berufe recherchieren?“, fragte Michael Spiehl von der städtischen Kinder- und Jugendförderung in die Runde der Neuntklässler. Mit dem Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und andere Informationsbroschüren, buntem Papier, Stiften und Kleber ausgerüstet, gestaltete jeder Schüler ein informatives Plakat über einen Beruf seiner Wahl, der bei der nächsten Job-Info-Börse am 1. März vorgestellt wird.

Zum 15. Mal wird diese Großveranstaltung gemeinsam von der Offenen Schule und der städtischen Kinder- und Jugendförderung auf die Beine gestellt. Alle Neuntklässler, einige Zehntklässler, die noch nicht „versorgt“ sind, und die Abgänger der Eduard-Flanagan-Schule haben an diesem Tag die Möglichkeit, sich über verschiedene Ausbildungsberufe und weiterführende Schulen zu informieren. Um die Schüler möglichst optimal auf die Job-Info-Börse vorzubereiten, führten die Schulsozialarbeiter André Benke und Renate Mertens gemeinsam mit den Klassenlehrern, Stufenleiterin Kirsten Mais und dem Jugendpfleger Michael Spiehl vergangene Woche Projekttage für alle neun neunten Klassen durch. Fünf Klassen waren am Mittwoch dran und am Freitag die restlichen vier.

Einstieg ins Thema

„Der Projekttag ist ein Einstieg in das Thema ,Übergang Schule/Beruf‘. Wir beschäftigen uns heute nicht nur mit dem Ablauf der Job-Info-Börse, sondern auch mit den verschiedenen Berufen, so dass die Schüler eine sinnvolle Auswahl treffen können. Von den fünf Berufen, die jeder für die Job-Info-Börse für sich auswählt, erhält man drei, über die man sich dann intensiv im Gespräche mit den Firmenvertretern informieren kann“, erklärte Michael Spiehl.

Die meisten Schüler der neunten Klasse von Lehrerin Heike Vogel wussten schon recht genau, welchen Beruf sie auf ihrem Plakat vorstellen wollten. Die 15-jährige Alexandra beispielsweise informierte sich über die Tätigkeit der Innenarchitektin, ein Studiengang, den die Hochschule in Darmstadt anbietet. „Ich weiß noch nicht genau, ob ich Innenarchitektin werden will. Aber ich möchte auf jeden Fall in die Richtung kreatives Gestalten“, sagte die Schülerin.

Die Hochschule Darmstadt ist eine der 49 ganz unterschiedlichen Institutionen und Firmen, die im März dabei sein werden. Die Interessen der Schüler in dieser Klasse sind weit gestreut. So wurde die Tätigkeit des Siebdruckers, Rechtsanwalts, der Bankkauffrau, des Fachinformatikers, der Steuerfachangestellten, bei der Polizei oder auch der Studiengang Angewandte Mathematik genauer untersucht.

Neue Ideen für die Jugendlichen

Bei der Gestaltung der Plakate galt es dann, verschiedene Fragen zu beantworten: Was macht man genau, wenn man diesen Beruf ausübt? Welchen Schulabschluss braucht man und was sind die Licht- und Schattenseiten bei diesem Job? Trotz des breiten Angebots bei der Jobbörse fand doch nicht jeder seinen Traumberuf in der Teilnehmerliste. Floristin stand beispielsweise auf dem Info-Plakat, das Delia bastelte, obwohl sie eigentlich etwas ganz anderes im Auge hat. „Ich würde gerne Musiktherapeutin werden, aber das wird leider bei der Job-Börse nicht angeboten“, sagte die 15-Jährige.

Die meisten erzählten, dass sie sich an diesem Projekttag zum ersten Mal genauer mit ihrem Wunschberuf beschäftigten. „Vielleicht merke ich ja, wenn ich mit meinem Plakat fertig bin, dass ich diese Ausbildung doch nicht machen möchte, weil der Beruf nicht der richtige für mich ist“, sagte ein Junge. Auch in diesem Fall hätte der Projekttag sein Ziel erfüllt, denn es geht den Organisatoren auch darum, den Schülern Alternativen zu ihrem Berufswunsch zu zeigen und sie auf neue Ideen zu bringen.

Quelle: op-online.de

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