Kita-Förderverein vor Gründung

Überblick: So ist der Stand bei der Kinderbetreuung

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Der voranschreitende Neubau der evangelischen Kita an der Martin-Luther-Straße ist derzeit das sichtbarste Zeichen, dass neue Kita-Plätze in der Stadt geschaffen werden. Im Frühjahr 2020 soll er in Betrieb gehen.

Die zukünftige Kinderbetreuung in den Kaisergärten (ehemaliges Kasernengelände), Waldkindergartenkonzepte und Neubauten von Kindertagesstätten – an allen Ecken und Enden geht der Ausbau, mehr oder weniger schnell, voran.

Babenhausen –  Ein Überblick:

Kita Kaisergärten

Eine stilisierte Krone aus grünen Blättern mit drei lachenden Kindergesichtern – das Logo für den vor der Gründung stehenden Förderverein für die Kita Kaisergärten ist bereits fertig. „Ich habe mir eine Krone gewünscht. Das passt einfach zum Namen“, erzählt Monika Heinlein. Die CDU-Politikerin und Vorsitzende des Sozialausschusses gehört zu den treibenden Kräften in Sachen Förderverein für die Kita auf dem ehemaligen Kasernengelände. Und sie hat Erfahrung. Vor 15 Jahren gründete sie den Unterstützerverein an der Kita Danziger Straße.

Bislang der einzige seiner Art in Babenhausen. Dies soll sich nun am Montagabend, 22. Juli, ändern. Zusammen mit dem engagierten Vater Haiko Schmidt, zugleich Ehemann der Logo-Designerin, lädt sie für 19 Uhr in den „Roten Hahn“, Fahrstraße 40, zur Gründungsversammlung. „Sie haben für ihr Kind keinen Kindergartenplatz bekommen oder keine Rückmeldung von der Stadt erhalten? Dann sollten gerade Sie vorbeikommen“, heißt es in der Einladung zur konstituierenden Sitzung. Hintergrund: Etwa 60 Betreuungsplätze fehlen derzeit. Dementsprechend groß ist der Unmut in der Elternschaft, der im April in zwei Sozialausschusssitzungen deutlich wurde. Eine der ersten Reaktionen darauf: Noch bevor die eigentliche Kita Kaisergärten in der ehemaligen Grundschule zum Kindergartenjahr 2020/21 in Betrieb gehen soll – bis zu zwölf Gruppen könnten dort Platz finden –, soll im Boarding House schnellstmöglich eine Interims-Kita eröffnen. Zur Finanzierung beschlossen die Stadtverordneten dafür 260. 000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Offen ist hingegen, ob die Kita von einer noch zu gründenden gemeinnützigen GmbH (gGmbH) betrieben werden soll oder es eine Ausschreibung geben wird. Wie Heinlein bereits berichtete, gibt es einen interessierten Gesellschafter und bei ihr haben sich auch Erzieherinnen gemeldet, die gerne in der neuen Kita arbeiten würden. Eine Entscheidung, wie es in Sachen Kita-Betrieb weitergeht, wird allerdings erst in der Stadtverordnetenversammlung am 29. August fallen. Dann wird auch der CDU-Antrag beraten und abgestimmt, der einen ausgelagerten Waldkindergarten der Kita Kaisergärten fordert.

Waldkita

Einen Schritt weiter ist man beim geplanten Waldkindergarten in Harpertshausen. Einstimmig beschlossen die Stadtverordneten, 7 000 Euro für die Erstausstattung und den notwendigen Bauwagen sowie für den Kita-Betrieb ab Oktober 25. 000 Euro zur Verfügung zu stellen. Mit dem Betrieb beauftragt wurde die auf Naturkindergartenkonzepte spezialisierte „Sense Ability Academy“ aus Obertshausen. Allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Stadtverwaltung noch einmal die Eignung prüfe, da eine andere Kommune den Vertrag mit der Academy wieder gekündigt habe. Die CDU hatte diesen Änderungsantrag eingebracht. Wie Bürgermeister Joachim Knoke (SPD) auf Anfrage berichtete, habe die Verwaltung Kontakt zu den Kommunen aufgenommen. Dabei sei herausgekommen, dass es an den zu geringen Anmeldezahlen gelegen habe. Aus Sicht der Verwaltung spreche nichts gegen die „Sense Ability Academy“.

Der Vertrag mit der Academy wird aus vergaberechtlichen Gründen für 18 Monate geschlossen. Für das Jahr 2020 sollen für die Bezuschussung des eingruppigen Waldkitabetriebs 97 500 Euro in den Haushalt eingestellt werden.

Kita Hergershausen

Sechs oder doch acht Gruppen? Die Stadtverordneten werden demnächst die Entscheidung treffen müssen, wie groß die neue Kita in Hergershausen werden soll. „Wir bereiten die Ausschreibung vor“, sagte Bürgermeister Knoke. Mit den zugesagten Mitteln aus der Hessenkasse (2,5 Millionen Euro) kann das Projekt nun realisiert werden. Geplant ist, den Auftrag an einen Generalunternehmer zu vergeben. So wurde es auch bei der bereits im Bau befindlichen evangelischen Kita gehandhabt.

VON NORMAN KÖRTGE

Quelle: op-online.de

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