Britisches zum Schluss

Blasorchester überzeugt mit Jahreskonzert

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Das Jahreskonzert des Blasorchesters war ein Höhepunkt im Babenhäuser Veranstaltungskalender.

Babenhausen - Zu Anfang trat wie gewohnt das Jugendorchester unter der Leitung von Uwe Wittenberger auf. Auch diesmal demonstrierte der Nachwuchsbereich, dass es einem um die Zukunft des 1949 gegründeten Vereins nicht bange sein muss. Von Michael Just 

Ohnehin spielen bereits mehrere Mitglieder im großen Orchester. Der erste Titel hieß „In 80 Tagen um die Welt“. Der Abenteuerroman, der mehrfach verfilmt wurde, beginnt und endet in England. Bei der Komposition von Otto M. Schwarz handelt es nicht um Filmmusik, sondern um eine charakteristische Vertonung der verschiedenen Stationen und Kontinente, die Phileas Fogg und sein Diener bereisen. Danach folgte aber in der Tat Filmmusik mit den schönsten Melodien aus dem Disney-Klassiker „Aladdin“. Auf seinen Auftritt beim Jahreskonzert hatte sich das Jugendorchester nicht nur in den wöchentlichen Proben sondern auch mit einem viertägigen Lehrgang vorbereitet.

Die Mitglieder des großen Orchesters absolvierten ebenfalls eine dreitägige Probephase in einer Babenhäuser Schule. Nach kurzem Umbau auf der Bühne traten sie mit Moderator Yannick Eckhardt an, die überaus ansprechenden Leistungen des Jugendorchesters hinsichtlich sinfonischer Blasmusik noch zu steigern. Die Leitung lag in den Händen von Dominik Thoma. Der Dirigent hatte auch die Titel ausgewählt. Vor der Pause waren das „A Christmas Herald“ (Philip Sparke), „English Folk Song Suite“ (Ralph Vaughan Williams) und „Dublin Dances“ (Jan Van der Roost).

Das Publikum lauschte der sinfonischen Blasmusik, die beim „BB“ mit einem vielseitig besetzten Orchester ermöglicht wird.

Mit dem Eröffnungsstück „A Christmas Herald“ stimmten die Aktiven das Publikum gleich zu Beginn weihnachtlich ein. Im Anschluss folgen zwei Titel, die britischer nicht sein können: Die „English Folk Song Suite“ ist eine Vertonung verschiedener Volkslieder, „Dublin Dances“ greift Klänge aus dem irischen Teil des Königreiches auf. Darin lässt sich der typische, tänzerische Rhythmus erkennen, dem Stepp-Superstar Michael Flatley mit „Lord of the Dance“ zu einem Siegeszuges rund um den Globus verhalf. Nach der Pause folgte mit „Serenade“ von Derek Bourgeois eine Komposition, die als Auszugsmarsch für eine Hochzeit komponiert wurde. Dem heiter und feierlich gestimmten Stück schließen sich im Verlauf immer mehr Instrumente an. Mit dem feinen Einsatz der Flöten- und Klarinettenspieler wird es zum wunderbaren Hörerlebnis. Fans der Moderne genossen das Medley „Phil Collins live“. Der englische Weltstar schuf viele bekannte und eingängige Pop-Titel, die Walter Ratzek in ein mitreißendes und begeisterndes Arrangement packte. Das Medley gehörte, aufgrund seiner schnellen und langsamen Passagen, zu den emotional berührenden Stücken des Abends. Mit „An English Christmas“ ließ das Blasorchester zum Schluss des Programms nochmals eine Sammlung weihnachtlicher Weisen erklingen.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Mit seinem Jahreskonzert in der gut gefüllten Stadthalle setzte das „BB“ die Tradition fort, der Babenhäuser Bevölkerung vor Weihnachten ein Konzert und ein Klangerlebnis der Extraklasse zu bieten. Die fast 45 Musiker, die Trompete und Flügelhorn, Saxophon, Fagott, Horn, Klarinette, Oboe, Euphonium, Posaune, Tuba, Flöte und die Schlagwerkzeuge spielten oder bedienten, gaben eindrucksvoll Zeugnis, dass der Verein bestens aufgestellt und von Aktiven ausgezeichneter Güte durchsetzt ist. Der große, nicht enden wollende, Schlussapplaus stand als weiterer Beweis.

Das Jahreskonzert war für Dirigent Dominik Thoma das letzte seiner Art. Nachdem er 2012 seine Aufgabe übernahm, will er im kommenden Jahr eine neue Herausforderung im bayrischen Hof antreten, die ihm erweiterte Möglichkeiten bietet. Beim Jahreskonzert wurde er vom Vorstand mit Dank und Anerkennung für seine Arbeit verabschiedet. Für seinen Nachfolger läuft derzeit das Bewerbungs- und Auswahlverfahren.

Quelle: op-online.de

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