Blecherne Wasserwellen

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Architekt Michael Mogilowski zeigt dem technischen Leiter des ZVG, Wolfram Wittwer, die Pläne.

Hergershausen - Im Wald zwischen Eppertshausen und Hergershausen wird gebaut. Der Zweckverband Gruppenwasserwerk (ZVG) Dieburg errichtet ein neues Verwaltungsgebäude. Von Sonja Achenbach

3,2 Millionen Euro soll der Neubau kosten, wobei es eigentlich kein reiner Neubau ist, sondern eine Verbindung zwischen alt und neu. „Die Substanz der Kellerräume war gut, daher konnten wir sie erhalten“, so Michael Mogilowski vom Architekturbüro Moeve Architekten. Die Abrissarbeiten des alten Gebäudes sind fast vollständig abgeschlossen. Mit der Entscheidung zum Neubau haben sich die Verantwortlichen vom ZVG für eine Investition in die Zukunft entschieden, ist Mogilowski sich sicher. Sanierungsarbeiten seien sowieso notwendig gewesen, denn das alte Gebäude stammte aus den 60er Jahren und war weder technisch noch energetisch auf einem aktuellen Stand. Der Neubau soll größer werden, so dass künftig alle Verwaltungsmitarbeiter unter einem Dach zusammen sind.

Ein Beispiel wie der neue Bau aussehen wird, gibt ein Teilbau, der bereits jetzt mit der neuen Architektur wörtlich glänzt. „Die Stärken des alten Gebäudes sollten erhalten bleiben und mit Neuem verbunden werden“, erzählt Wolfram Wittwer, technischer Leiter des Versorgungsunternehmens. In der Mitte ragt ein Wasserturm in die Höhe. Mit verschieden farbigen Metallplatten werden dort Wellen dargestellt. Eingefasst ist der Turm in ein milchiges Glas, in dem sich die Sonne bricht. In dem eigentlichen Gebäude sind zur Zeit provisorische Verwaltungsbüros untergebracht, „damit wir in den nächsten anderthalb Jahren auch den Betrieb aufrecht erhalten können“, sagt Wittwer.

Einzug im Frühjahr 2015

Bis zum Frühjahr 2015 wird es nämlich noch dauern, bis die Mitarbeiter in ihre neuen Büroräume umziehen können. Ende diesen Jahres soll bereits der Rohbau stehen. Wolfram Wittwer versichert, dass trotz der zusätzlichen Ausgaben für die Kunden des ZVG keine Preissteigerung anstehe. „Der Preis pro Kubikmeter Wasser bleibt stabil bei 1,80 Euro. Die anstehenden Kosten haben wir durch unsere bisherigen Einnahmen gedeckt.“

Architekt Mogilowski sieht in der Architektur des Baus die eigentliche Aufgabe des Zweckverbandes dargestellt. Das eigentlich wilde Element Wasser, dargestellt durch den unterbrochenen Rhytmus der Bauweise, wird in die strukturierten Formen des Skelettbaus gepresst. Geleitet worden sei er bei der Planung aber auch von dem Vorsatz kostengünstige Materialien zu verwenden. Während diese Planung sieben Monate gedauert hat, steht momentan die Gestaltung der Büroräume auf dem Programm. Mit deren Bau wird 2014 begonnen.

Quelle: op-online.de

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