Neue Parkmöglichkeiten

Blick aufs Schloss bleibt erhalten

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Bürgermeisterin Gabi Coutandin eröffnete mit den Baubeteiligten den neuen Parkplatz in Altstadtnähe.

Babenhausen - In einer Stadt wie Babenhausen, in der es überall kleinen Straßen und verwinkelten Gässchen gibt, ist es oft nicht leicht, einen Parkplatz zu finden. Das soll sich jetzt ändern. Von Corinna Hiss 

Neue Parkplätze sind am Schwanengraben entstanden.

Pünktlich zum Beginn des Weihnachtsmarkts, der auch einige Besucher in die Stadt locken wird, ist der neue Parkplatz am Schwanengraben fertig geworden. Damit setzt die Stadt ihr Bemühen fort, mehr Stellplätze für Autos zu schaffen. Zur Eröffnung kamen bei Schmuddelwetter Bürgermeisterin Gabi Coutandin, die Brüder Markus und Kevin Aumann, Geschäftsführer der Aumann GmbH, die für den Bau des Parkplatzes zuständig waren, und Igor Keler von der Alfa Consulting GmbH, die im Besitz des Schlosses und der Auftraggeber des Baus ist. Das Areal jenseits der Schlossmauern war vorher eine Grünfläche und gehörte noch zum Schloss dazu. Mit dem neuen Parkplatz wurde sie an die Stadt abgegeben, die insgesamt 180.000 Euro in das Projekt investiert hat.

„Heutzutage ist fast jeder mobil, demnach ist die Nachfrage nach Parkplätzen entsprechend hoch“, sagte Gabi Coutandin bei der Eröffnung. Durch die geschaffene Fläche am Schwanengraben ist dem erst einmal Abhilfe geschaffen worden. Auf gut 2 450 Quadratmetern haben nun 82 Autos Platz. Zwei Parkplätze sind dabei für Behinderte reserviert.

Noch sieht dort alles braun aus

Noch sieht dort alles braun und – dem Regen geschuldet – schlammig aus. Bald soll aber saftiges Grün aus den Rasengittersteinen wachsen. Zudem wurden drei Stadtbirnen und sechs Apfeldorn-Bäume gepflanzt, die die Parkplatzreihen voneinander abtrennen. 510 Hainbuchensetzlinge werden einmal den barrierefreien Parkplatz umrahmen.

Als Zufahrt wurde die bereits vorhandene Straße zum Festplatz gewählt, die dann als Ein- und Ausfahrt dienen soll. Damit Autofahrer, die es besonders eilig haben, nicht einfach über die zusätzlich angelegten Fußgängerwege fahren, wurden dort moderne, energiebewusste LED-Lampen im Boden angebracht. „Manchen erscheint diese Maßnahme etwas unorthodox. Aber nur so verhindern wir mögliche Unfälle“, ist die Bürgermeisterin überzeugt und fügte schnell hinzu: „Ich versichere Ihnen: Kinderwagen und Rollstuhlfahrer passen locker durch.“

Die Grünflächen, die die Schlossbesitzer durch den neuen Stellplatz verloren haben, werden sie bald wieder bekommen. So ist geplant, dass der Festplatz in einen Schlosspark umgebaut wird, der für jeden zugänglich ist. Wann die Ruheoase genau entstehen soll, ist aber noch unklar. „Wir wollen gerne nächstes Jahr beginnen, aber die Baumaßnahmen im Schlossinneren gehen vor“, sagte Keler dazu. Insgesamt war allen Mitwirkenden der Parkfläche wichtig, dass der Blick auf das Schloss weiterhin gegeben ist. So wurde er extra tiefer gelegt als die Platanenallee und leicht schräg gebaut. „So versperren die parkenden Autos in Zukunft nicht die Sicht aufs Schloss“, erklärte Kevin Aumann. Vorerst sollen Autofahrer ihr Gefährt dort ohne Zeitbegrenzung abstellen können. „Wir hoffen, dass die Verbesserung der Parkplatzsituation unsere Innenstadt beleben wird“, hoffte Coutandin. Bald wird noch der neue Park+Ride-Platz eröffnet und die vorhandenen Parkplätze an der Seniorenresidenz am Ostring erweitert.

Quelle: op-online.de

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