Blick auf große und kleine Pannen im Dorf

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Unterwegs war auch das Jugendrotkreuz.

Harpertshausen - Also Kondition müssen die Kerbburschen und -mädchen in Harpertshausen ja haben. Denn im kleinsten Stadtteil wird die Kerb traditionell fünf Tage lang - von Freitag bis Dienstag - gefeiert. Von Petra Grimm

Die Kerbburschen mit Kerbmudder Kathrin Lehr (im schwarzem Frack) machten fröhlich beim Umzug mit.

Die Mühen der Organisation trägt dabei nicht ein Verein allein, was ein so umfangreiches Festprogramm wohl erst möglich macht. Denn es sind zahlreiche Helfer und viel Engagement nötig. Mit dem Bieranstich, den in diesem Jahr der stellvertretende Ortsvorsteher Willi Schäfer übernahm, ging der Party-Marathon bei der Feuerwehr los. Eine Gesangseinlage der Kerbburschen sorgte für ausgelassene Stimmung. Am Samstagabend hatten die Kerbburschen eine Party in der Bar des DRK-Heims auf die Beine gestellt und am Kerbsonntag schlängelte sich nach dem Frühschoppen mit Mittagessen dann der Umzug durch die mit Birkenzweigen geschmückten Gassen. Der Wagen mit der Kerbkrone und den feiernden Burschen und Mädchen, die Jugendfeuerwehr, das DRK und Jugendrotkreuz, die Holzmacher und das Männerballett „Die glorreichen Acht“ sorgten zur Musik der Feuerwehrkapelle aus Habitzheim für eine fröhliche Parade, die am DRK-Heim endete. Hier hatte Kerbmudder Kathrin Lehr bei ihrer Kerbrede dann die Lacher auf ihrer Seite. Genüsslich rief sie die kleinen und großen Pannen und kuriosen Ereignisse im Dorf noch einmal in Erinnerung der gespannt wartenden Schar.

Von einem, der aus dem Dixie-Häuschen gefallen ist

Vom ausgebüchsten Hund, der schließlich von der Polizei eingefangen wurde, oder auch einem Harpertshäuser, der „blitze-blau“ bei einem Fest aus einem Dixiehäuschen fiel, berichtete sie. Sie machte sich auch über einen Ortsbewohner lustig, der seine feiernden Nachbarn wegen Ruhestörung bei der Polizei gemeldet hatte, ohne sich zuvor persönlich zu beschweren. Verwundert, weil sie gar keine Musik hören konnten, hätten die Freunde und Helfer dann im ganzen Ort nach der Party gesucht. Als sie sie gefunden hatten, erlaubten die Ordnungshüter den feierfreudigen Harpertshäusern dann lachend, bei dieser doch geringen Lautstärke weiter zu machen. Fröhlich gefeiert wurde auch nach dem Kerbspruch noch.

Zum Frühschoppen am Montag im DRK-Heim ließen sich die Gäste die Grillhaxen schmecken, und der Abschluss war wie immer am Dienstagabend bei der Feuerwehr, wo die Kerb wieder verbrannt wurde.

Quelle: op-online.de

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