Fest an Bachgauschule

Blitze über dem Schulhof

+
Eine Versteigerung von Geschenken mit unbekanntem Inhalt gehörte zum Schulfest der Bachgauschule. In einem Fall war ein Regencape drin. Den Zuschlag erhielten zwei Schülerinnen. Deren Idee, das Cape gemeinsam anzuprobieren, misslang allerdings.

Babenhausen - Manchmal müssen alte Zöpfe ab. Zur großen Schere griff jetzt die Bachgauschule mit ihrem Schulfest. In der Vergangenheit lag hier der Schwerpunkt auf dem Austausch von ehemaligen Schülern und Lehrern. Von Michael Just

Im Schulhof ließ sich dabei etwas essen, trinken und vor allem plauschen. Als das Fest immer ruhiger und beschaulicher wurde, offenbarte sich die Erkenntnis, dass das nicht alles sein kann und etwas Programm dem Ganzen gut tun würde – auch um aktuelle Jahrgänge des Oberstufengymnasiums auf das Schulfest zu ziehen, die vorher kaum oder nur sehr gering anzutreffen waren.

Fest jetzt vor den Sommerferien

Die Schülervertretung nahm in den letzten Wochen die Sache in die Hand und schuf für die Neuausrichtung ein Organisationskomitee, das aus sechs Schülerinnen bestand. „Wichtig war es uns, die aktuellen Kurse und Tutorien umfassend einzubinden. Dabei sollte jeder etwas zum Bühnenprogramm und zur Bewirtung beisteuern“, erzählt Schulsprecherin Alisha Grunze. Entsprechende Dienste für eine breite Schülerschaft waren damit obligatorisch. Zum veränderten Konzept gesellte sich des Weiteren ein neuer Termin für das Fest. Fortan wird vor den Sommerferien gefeiert. Bisher lag das Datum stets kurz nach dem Beginn des neuen Schuljahres im August. Darin sah man den Vorteil, dass zum Schulanfang alles gut gelaunt und frisch erholt aus den Ferien kommt. Die Lust zum Feiern stellte sich bei vielen Schülern aber erfahrungsgemäß dann doch nicht so recht ein. Vor allem das bisherige Konzept wurde dabei als wenig attraktiv moniert. „Ich war letztes Jahr nicht da. Gibt es aber ein Programm, ist das schon ein Grund, zukünftig hierherzukommen“, sagt David Lenk aus der zwölften Jahrgangsstufe. In diesem Jahr übernahm er die Aufgabe des DJs.

Mit der Neuausrichtung war nun die seltene Konstellation gegeben, dass es in diesem Schuljahr zwei Schulfeste gab: eins zu Beginn des Jahres im August, ein zweites Ende Juni. Das Einbinden der Mitschüler durch die Schülervertretung zeigte sich als Fortschritt: Die Veranstaltung bot ein buntes Programm, das deutlich mehr Gäste verbuchte als sonst. Der Leistungskurs Geschichte organisierte eine Rateshow im Stil von „Wer wird Millionär?“, dazu wurde der „Singstar“ gesucht. Später erhellten Lichteffekte und Blitze den Schulhof. Das war Teil einer Show, bei der die Chemielehrer ihre Finger im Spiel hatten. Äußerst unterhaltsam ging es bei einer Versteigerung zu, deren Erlöse für die Schule bestimmt waren.

Nicht attraktiv - aber nützlich

Die Lehrer waren im Vorfeld aufgerufen, eine Sache ihrer Wahl zu verpacken. Das konnte Neuware oder sonst ein interessanter Gegenstand sein. Mit interessanten Hinweisen galt es dann, die Gebote nach oben zu treiben. Die Höchstgebote lagen in der Regel knapp unter zehn Euro. „Es ist einer der großen, kulturellen Hinterlassenschaften der Amerikaner“, sagte Volker Weber als Hinweis zu seinem Päckchen. Der Meistbietende öffnete kurz darauf die DVD-Sammlung von der zweiten Staffel der Simpsons. Einen weniger guten Fang machten danach zwei Schülerinnen, die mit einem Hinweis auf die großen „Pret-a-porter“-Schauen in den Modemetropolen vermutlich einen Designer-Fummel erwarteten. Für sie kam lediglich ein einfaches Plastik-Regencape im Pocket-Format zum Vorschein. Beim Verlauf des bisherigen Sommers war das zwar keine attraktive, aber doch eine nützliche Überraschung.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare