Landwirt und Unternehmen kooperieren in Babenhausen

Blühende Landschaften

Naschen inmitten einer Blühwiese: Radiomoderator und Hergershäuser Tobi Kämmerer (links) sowie Naschlabor-Geschäftsführer Can Kapikiran greifen gerne in die Fruchtgummi-Tüte von Landwirtin Kyra Geißler.
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Naschen inmitten einer Blühwiese: Radiomoderator und Hergershäuser Tobi Kämmerer (links) sowie Naschlabor-Geschäftsführer Can Kapikiran greifen gerne in die Fruchtgummi-Tüte von Landwirtin Kyra Geißler.

Um den Lebensraum für Insekten zu verbessern, sprießen allerorten extra angelegte Blühflächen: Landwirte kooperieren mit Unternehmen und die Lokalpolitik möchte ebenfalls ihren Anteil dazu beitragen.

Babenhausen – Koriander, gemeine Wegwarte, Wiesenkümmel, Schwedenklee, Ackerwitwenblume, Klatschmohn, Sonneblumen und noch so einiges mehr – die Zutatenliste der vom landwirtschaftlichen Betrieb Geißler ausgesäten Blühflächenmischung ist lang. Auf bislang 12 000 Quadratmetern – aufgeteilt auf zwei zwischen der Kernstadt und Sickenhofen gelegenen Flächen – ist die Saat bereits aufgegangen oder wird es noch. Das Besondere: Gesponsert wird das Anlegen und Pflegen der für Insekten so wichtigen Flächen durch das Babenhäuser Unternehmen Naschlabor. Und zwar mit dem Verkauf der Fruchtgummi-Mischung „Honigbiene mit Herz“. Pro vier verkauften Tüten wird ein Quadratmeter Blühfläche realisiert.

„Mit den Blühflächen wird Bienen und auch anderen Insekten und Tieren eine sichere Nahrungsquelle, sowie ein Rückzugsort geboten“, berichtet Kyra Geißler. Von den beiden zwischen Gersprenz und Lache angelegten Flächen – auf das Kooperationsprojekt weisen seit Kurzem Schilder hin –, hat sich nun auch Naschlabor-Geschäftsführer Can Kapikiran selbst ein Bild gemacht.

Anfang des Jahres sei das Projekt „Honigbiene mit Herz“ ins Leben gerufen worden. Ein voller Erfolg. Bereits Ende April konnte das selbstgesetzte Jahresziel von 30 000 Quadratmetern Blühfläche übertroffen werden. Mittlerweile entspricht die Spendensumme jetzt schon einer Fläche von 40 000 Quadratmetern. Neben den Geißlers kooperiert Naschlabor dabei auch mit dem Verein Blühfläche.de.

Zum Vor-Ort-Termin hatte Kapikiran den in Hergershausen wohnenden hr3-Morningshow-Moderator Tobi Kämmerer mitgebracht, der sich gerne für den guten Zweck einspannen ließ. „Futtern und damit Gutes tun. Genau mein Ding“, sagte der für seinen unstillbaren Appetit bekannte Radiomann.

Um insektenfreundliche Wiesen wird es auch gehen, wenn morgen Abend um 19.30 Uhr der Finanz- und der Bauausschuss zu einer gemeinsamen Sitzung in der Stadthalle zusammen kommen. Zur Debatte steht dann ein CDU-Antrag, demzufolge ausgewählte städtische Flächen insektenfreundlich bepflanzt werden und anschließend von Bürgern oder Vereinen entsprechende Pflege-Patenschaften übernommen werden sollen. Letzteres, um den städtischen Bauhof zu entlasten und damit Kosten zu sparen. (Norman Körtge)

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