In Stadthalle

Blutspender sterben bald aus

Babenhausen (mj) - 94 Blutspender, davon acht Erstspender. Das ist das Ergebnis des jüngsten Aderlasses beim Roten Kreuz (DRK) Babenhausen in der Stadthalle.

14 lokale DRK-Mitglieder, drei Ärzte und sieben Personen des für die Region zuständigen Blutspendedienstes sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Die 94 Spender, die wie gewohnt etwas zu Essen, ein Geschenkpäckchen und der Jahreszeit angepasst noch einen Nikolaus erhielten, stellen Helmut Fendt nur bedingt zufrieden: „In der Regel haben wir 110 bis 120 Personen. Leider ist die Zahl seit zwei Jahren rückläufig.“ So verzeichnete er beim letzten Termin gerade 79 Spendenwillige.

Die Gründe, warum sich immer weniger Menschen anzapfen lassen, sieht der Babenhäuser darin, dass das Blutspenden bei der jüngeren Generation keine Mode ist. Dazu verringere sich die Zahl älterer Spender durch Krankheit oder Tod. „Wir bräuchten eine neue Sensibilisierung“, sagt er. Viele Menschen würden die Notwendigkeit zur Blutspende erst dann erkennen, wenn sie persönlich eine Notlage erlebten und dabei auf das Blut eines anderen angewiesen seien.

Treuer Spender

Ein treuer Spender ist Siegfried Kinz. Der 49-jährige wurde am Donnerstag für seine 100. Spende ausgezeichnet. Schon im jungen Alter begann der Babenhäuser mit dem Blutspenden. Derzeit versucht er, alle vier möglichen Termine im Jahr wahrzunehmen.

Eine Sensibilisierung braucht es bei ihm nicht: Seine Tätigkeit als Verwaltungsangestellter bei der Uniklinik-Frankfurt führt ihm die Bedeutung von Blut tagtäglich vor Augen. Dass trifft auch in seiner Freizeit als Feuerwehrmann zu: „Wer die Verkehrsunfälle sieht, der weiß um was es geht“, sagt er. Wie er heraushebt, sei es nicht verwunderlich, dass sich bei den Blutspendeterminen immer zehn bis zwölf seiner Kameraden antreffen lassen.

Quelle: op-online.de

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