Blutspender stehen in der Warteschlange

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Der Hergershäuser DRK-Vorsitzende Heinrich Klößmann (links) und Eric Max vom Blutspendedienst (rechts) dankten Jens Kunkel (Mitte) für seine 50. Blutspende. Auch die beiden Kinder von Jens Kunkel spenden den wertvollen Lebenssaft: Tochter Nicola (18) war zum ersten Mal dabei, Sohn Daniel (20) bereits zum sechsten Mal.

Hergershausen (pg) ‐ Für Jens Kunkel gehört es seit seinem 18. Lebensjahr dazu. Der Hergerhäuser spendet regelmäßig beim Roten Kreuz Blut. „Meine Eltern haben mich damals in Dieburg mitgenommen“, erinnert sich der 42-Jährige, der die Blutspendetermine des DRK so oft er kann wahrnimmt.

Auch am Freitagabend hat er sich auf die Liege gelegt, und zwar zum 50. Mal. Dafür dankten ihm der DRK-Ortsvereinsvorsitzende Heinrich Klößmann und Eric Max, der Werbereferent des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg-Hessen.

Da nicht für alle Blutspender, die aus Altersgründen aufhören müssen, ein neuer Spender nachkommt, wie Eric Max sagt, ist es wichtig, dass Erstspender geworben werden. Das hat Jens Kunkel in seiner eigenen Familie gemacht. Denn ebenso wie seine Eltern ihn damals „mitgenommen haben“, hat er seine Kinder durch sein Vorbild dazu gebracht, selbst Blut zu spenden. „Meine beiden Kinder waren schon als sie klein waren immer dabei, wenn ich Blut spenden war und konnten es dann kaum erwarten, es selbst zu machen“, sagt Kunkel. Sein Sohn Daniel (20) lieferte jetzt seine sechste Spende ab und Tochter Nicola (18) war unter den elf Erstspendern, die sich im Hergershäuser Bürgerhaus einfanden.

Hier bot sich am Freitagabend ein eher ungewohntes Bild. Denn die Blutspender warteten geduldig in einer langen Reihe darauf, sich den lebensrettenden Saft abzapfen zu lassen. „Wir haben heute bestimmt ein Rekordergebnis“, freute sich Heinrich Klößmann mit Blick auf die Warteschlange.

Und er sollte Recht behalten. Genau 123 Spendenwillige waren erschienen. Davon mussten nur zehn Leute aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt werden, so dass am Ende 113 Spenden zusammen kamen. „So viele hatten wir noch nie“, sagte Klößmann erfreut. Normalerweise finden sich immer so um die 80 Spender beim Hergershäuser DRK ein, das auch regelmäßig Termine in der Sickenhöfer Mehrzweckhalle anbietet.

Als ein wahrscheinlicher Grund für den großen Andrang nannten Heinrich Klößmann und Eric Max das kleine Geschenk, das die Spender an diesem Abend mit nachhause nehmen konnten. „Jeder bekommt heute eine LED-Taschenlampe. Wir haben im ersten Quartal nämlich das Thema Sicherheit und verschenken die Taschenlampe als kleinen Anreiz“, sagt der Werbereferent vom Blutspendedienst.

Weitere Jubilare kamen neben Jens Kunkel auch noch zu Ehren. So spendeten Irene Dittrich und Frank Kolb zum 25. Mal und Tatjana Rapp, Leo Pasquale, Ralf Riedel und Gabriele Hansen zum zehnten Mal.

Quelle: op-online.de

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