Bockbierfass von Frauen angestochen

+
Der Bockbieranstich der Brauerei Michelsbräu lag fest in Frauenhand: Bürgermeisterin Gabi Coutandin und Brauereiinhaberin Susan Schubert brachten das süffige Starkbier unters wartende Volk.

Babenhausen (ula) ‐ „Hexator“ ist kein griechischer Held. Es ist das süffige Starkbier der Privatbrauerei Michelsbräu, die ihre Braukultur seit 1815 im historischen Herzen Babenhausens pflegt.

Mit dem schon traditionellen Bockbieranstich vor dem Babenhäuser Rathaus pflegt die Brauerei ihren guten Kontakt zur Bevölkerung – rund 100 Liter Freibier wurden auch diesmal ausgeschenkt. Umringt von vielen Bürgern übernahm Freitagabend Bürgermeisterin Gabi Coutandin den verantwortungsvollen Part, das Eichenfass anzustechen. „Das hat schon etwas Vorweihnachtliches“, freute sich die Rathauschefin – die den Zapfhahn professionell in den Spund schlug.

Fackeln und Musik sorgen für Atmosphäre

Im Nu füllten sich die Humpen, denn das hochprozentige Bockbier, das ab Oktober produziert wird, ist bei Kennern sehr beliebt. Das malerische Ambiente des Marktplatzes, der Feuerschein vieler Fackeln und die Musik eines Spielmannszuges taten ein Übriges, um das stimmungsvolle Ambiente abzurunden.

Hier ist es wunderschön, auf Babenhausen können wir stolz sein“, sagte Susan Schubert. Die Brauereiinhaberin nutzte den stimmungsvollen Abend, um ihre Nachfolgerin vorzustellen: Tochter Catherine Freiin von Schoen wird ab 1. November das Familienunternehmen offiziell übernehmen. „Und das bereits in der elften Generation“, freute sich Susan Schubert.

Rund 20.000 Hektoliter Bier werden jährlich in Babenhausen von einer 13-köpfigen Mannschaft produziert. Verpflichtet fühlt sich das Unternehmen auch der Fortführung der Braukunst, so werden jährlich Auszubildende eingestellt.

Im „Hanauer Tor“ fließt seit 1680 das Bier

Von der Qualität der Babenhäuser Brauerei ließen sich die Gäste an diesem Abend nur zu gerne überzeugen: Mit einem musikalischen Fackelmarsch ging es vom Marktplatz zur Gaststätte „Hanauer Tor“. Auch hier wird Tradition groß geschrieben: Im urigen Lokal, dem zweitältesten der Stadt, fließt bereits seit 1680 der Gerstensaft. In gemütlicher Runde in den vollen Schankräumen wurde auch diesmal bis in den späten Abend kräftig zugelangt.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare