Brandschutz wird teuer für Stadt

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Der Brandschutz ist beim Rathaus nicht optimal. Mit erheblichem finanziellen Aufwand muss dort, aber auch im Bürgerhaus Hergershausen, in der Friedel-Wiesinger-Halle in Sickenhofen und der Mehrzweckhalle Harreshausen nachgerüstet werden.

Babenhausen - Der Brandschutz kommt die Stadt teuer zu stehen. Sie muss mehrere Millionen für Nachrüstungen zahlen. Von Stefan Scharkopf

Weil die Auflagen für das Rathaus in der Kernstadt sowie die Friedel-Wiesinger-Halle in Sickenhofen und das Bürgerhaus in Hergershausen nicht mehr dem geforderten Stand entsprechen, muss die Stadt nachrüsten – und dafür zwischen drei und 5,5 Millionen Euro ausgeben.

Weil der städtische Etat die Investitionen nicht hergab, wurden die nötigen Arbeiten immer wieder verschoben. Nach der etwas etwas sperrig formulierten Brand- und Gefahrenverhütungsvorschau des Landkreises hatte bereits 2009 festgestanden, dass das Rathaus nachgerüstet werden muss, für die beiden Hallen in den Stadtteilen stand das bereits 2007 fest. Die Gebäude sind schon mehrere Jahrzehnte alt. Umgesetzt hat man die Vorschriften bislang nicht, weil dafür kein Geld da war.

Die Stadt hatte 2009 ein Brandschutzkonzept in Auftrag gegeben. Wie Clemens Kiefer von der Bauunterhaltung der Stadt sagte, müssen nun Brandschutztüren neu eingebaut, die Elektrik erneuert, Hausalarmierungen verbessert und im Fall des Rathauses die Fahrstuhlsteuerung mit einem Evakuierungsschalter versehen werden, damit niemand im Notfall dorthin fährt, wo es brennt oder stark raucht.

Politische Beschlüsse fehlen noch

Für das Bürgerhaus in Hergershausen werden eine bis zwei Millionen fällig, für das Rathaus in der Kernstadt ebenfalls, die Friedel-Wiesinger-Halle wird mit einer bis anderthalb millionen etwas günstiger taxiert. Nachgerüstet werden muss auch die Mehrzweckhalle in Harreshausen. hier werden rund 200 000 Euro fällig. Ist die ganze Elektrik erneuert, sind neue Fenstern eingebaut und ist alles wieder hergerichtet, komme dies einer Generalsanierung gleich, sagt Kiefer. Das sei sinnvoller als Stückwerk.

Für die europaweite Ausschreibung und die sich anschließenden Arbeiten fehlen noch die politischen Beschlüsse. Wann die Nachrüstungen letztlich angegangen werden, ist noch nicht spruchreif. Die Entscheidungen sind zunächst zurückgestellt, weil die Hallen Teil des Sportentwicklungskonzepts sein sollen, das derzeit erarbeitet und am 8. Februar vorgestellt wird (wir berichteten).

Von heute auf Morgen müssten die Arbeiten auch nicht umgesetzt werden, so Kiefer. Es habe bei den Veranstaltungen in den Hallen oder im Rathaus nie Probleme gegeben und keine Gefahr für Besucher bestanden. „Natürlich muss es so sein, dass der Landkreis als vorgesetzte Behörde weiß, dass wir etwas machen. Da muss Bewegung drin sein, der Kreis hat ein Auge darauf.“

Quelle: op-online.de

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