Großeinsatz der Wehren

Brauereihalle Raub der Flammen

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Die Rauchsäule stand hoch über dem Flammenmeer der brennenden Lagerhalle und kündete weithin vom Unglück in Babenhausen.

Babenhausen - Zu einem bis tief in die Nacht dauernden Großeinsatz geriet am Freitagabend der Brand einer Lagerhalle auf dem Gelände der Michelsbräu in Babenhausen. Nachbarn am Spessartplatz meldeten um 19.30 Uhr, dass Flammen aus dem alten Gebälk schlagen und drohen, auf die Nachbarhäuser überzugreifen.  Von Thomas Meier

Die Zentrale Leitstelle in Dieburg alarmierte umgehend mehrere Feuerwehren aus dem Ostkreis Darmstadt-Dieburg, die zur Brandbekämpfung ausrückten. Dazu standen zahlreiche Rettungskräfte bereit. Verkehrsteilnehmer meldeten aus dem weiten Umkreis von Babenhausen herum die Rauchsäule, die schnell hoch über der Stadt von dem gefährlichen Unglück kündete.

Die alte Lagerhalle aus Holz, die zuletzt als Möbellager für Festbedarf der Gastronomie und der Brauerei genutzt wurde, brannte vollständig nieder. Durch die Flammen wurden umfangreiches Party-Equipment, mehrere Kühlaggregate, ein Gabelstapler und weiteres Lagergut komplett zerstört. Das Gebälk brannte wie Zunder und ließ keine Bergung irgendwelchen Gutes zu.

Mehrere Bewohner eines benachbarten Wohnhauses hatten bereits vor Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte vorsorglich das Anwesen verlassen, schauten von Ferne fassungslos zu. Doch weder das Wohnhaus noch ein in der Nähe befindliches Seniorenwohnheim waren in Gefahr geraten, wenngleich der durch Qualm und Rauch entstandene Schaden auch bei den Nachbarn hoch ist.

Bilder der Löscharbeiten

Lagerhalle brennt nieder

Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Eingesetzt waren 116 Feuerwehr- und Rettungskräfte. Gegen 20.30 Uhr war das Feuer gelöscht, doch die Angst vor dem erneuten Aufglimmen von Brandnestern ließ eine Brandwache bis in die frühen Morgenstunden die Sachlage beobachten. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Die Feuerwehren aus Babenhausen und allen seinen Stadtteilen sowie die Freiwillige Feuerwehr aus Münster, Dieburg und Groß-Umstadt hatte alle Hände und Rohre voll zu tun. Unverzüglich wurde ein massiver Außenangriff, zum Teil unter schwerem Atemschutz, eingeleitet. Vordringliches Ziel war es hierbei, die benachbarten Gebäude abzuschirmen. „Massiver Funkenflug, hervorgerufen durch die Holzverkleidung der Halle, führte zu einer Gefährdung der umliegenden Häuser“, erklärte ein Feuerwehrmann. Durch das Löschen konnte der Schaden aber auf die Halle begrenzt werden. Lediglich ein im Hof abgestelltes Auto eines Brauereimitarbeiters und ein Lieferwagen wurden durch die Hitze stark beschädigt. Begleitet wurden die Löschmaßnahmen von drei lauten Verpuffungen in der Lagerhalle. Vermutlich sind dort drei Kohlenstoffdioxidflaschen zerborsten.

Der Brand wurde mit viel Sachverstand und Technik bekämpft. Zu Einsatz kamen acht C-Rohre und zwei Monitore mit Unterstützung des Gelenkmastes der Feuerwehr Babenhausen und des Teleskopmasts der Freiwilligen Feuerwehr Münster. Sehr schnell wurde klar, dass die Freiwillige Feuerwehr Babenhausen den Brand nicht allein bewältigen konnte. Einsatzleiter Mario Wörner rief die Freiwilligen Feuerwehren Langstadt, Hergershausen, Sickenhofen, Harpertshausen und Münster zur Hilfe herbei. Weiterhin wurden der Gerätewagen-Messtechnik aus Groß-Umstadt und der Lichtwagen aus Dieburg angefordert.

Sowohl im direkt angrenzenden Haus in der Spessartstraße als auch in der neuen Seniorenresidenz wurden nach den Löscharbeiten Kontrollmessungen veranlasst. Alle Ergebnisse waren negativ.

Quelle: op-online.de

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