Schritt zum schnellen Internet

Babenhausen/Darmstadt-Dieburg - Bei der Breitbandversorgung im Landkreis soll es jetzt vorangehen. Bürger und Unternehmen können sich dazu äußern. chnelles Internet ist der Wunsch privater Nutzer und oft unabdingbar für Firmen. Von Stefan Scharkopf

Immer größere Datenmengen werden im weltweiten Netz umhergeschickt, wer da nicht mithalten kann, verliert den Anschluss. Für Neubürger oder ansiedlungswillige Unternehmen ist die Versorgung oft genug ein Argument für die Niederlassung – oder eben dagegen.

Die Stadt Babenhausen sucht – wie die meisten anderen Kommunen auch – den Schulterschluss mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg. Hier ist das Thema Breitbandversorgung und schnelles Internet weiter in Bewegung. Wie Landrat Klaus Peter Schellhaas mitteilt, liegt der Förderbescheid des Landes Hessen mittlerweile vor, eine Machbarkeitsstudie wurde durch den Kreis inzwischen bei der OREG – Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung mit Sitz in Erbach beauftragt. „Die OREG beginnt jetzt mit den Arbeiten zur Datenerhebung und zur Bedarfsermittlung“, erläutert Landrat Schellhaas die nächsten Schritte. „Um eine Grundlage für den Breitbandausbau zu haben, ist es uns von kommunaler Seite aus wichtig, die Rückmeldungen aus den Städten und Gemeinden zu erhalten“, so Schellhaas.

Im Internet auf den Seiten des Landkreises unter  stehen zwei Fragebögen bereit (für Privathaushalte und Unternehmen), ebenso auf den Homepages der am Kreis-Projekt beteiligten Städte und Gemeinden. Zudem haben die Kommunen in den Rathäusern Ansprechpartner für die Versorgung mit schnellem oder Glasfaser basierendem Breitband-Internet benannt, die über die jeweiligen Stadt- oder Gemeindeverwaltungen zu erreichen sind. Beim Landkreis Darmstadt-Dieburg ist die Abteilung Wirtschaft, Standortentwicklung und Bürgerservice per E-Mail wirtschaft@ladadi.de als zentraler Ansprechpartner erreichbar.

Breitbandversorgung als wichtiger Standortfaktor

Landrat Schellhaas sichert den Teilnehmern der Umfrage den vertraulichen Umgang mit allen erhobenen Daten zu: „Alle Angaben werden nur in zusammengefasster Form dargestellt und veröffentlicht, eine Identifizierung Einzelner ist dabei nicht möglich.“ Die Befragung endet am 29. Juni.

Die Breitbandversorgung der Kernstadt und Stadtteile sieht die Babenhäuser Verwaltung als wichtigen Standortfaktor – nicht zuletzt hinsichtlich der Entwicklung des Kasernengeländes. Wie Sylvia Kloetzel von der städtischen Abteilung Standortentwicklung & E-Government auf Anfrage mitteilt, werde sie bei den Babenhäuser Unternehmen dafür werben, bei der Befragung mitzumachen. „Wir werden die Firmen, die bei uns nach schnellem Internet nachgefragt haben, und auch andere ansprechen“, so Kloetzel. Wer Schwierigkeiten beim Ausfüllen des Formulars haben sollte, kann sich im i-Punkt im Rathaus Hilfe holen.

Im Vorfeld waren bereits mehrere Alternativen diskutiert worden. Da gab es etwa das Lückenschlusskonzept, dass die existierenden Netze initiiert, die bestehenden Kapazitäten ausnutzt und nur für die Stadt gelten sollte. Davon nimmt man Abstand. In Harpertshausen sprach man sich seinerzeit für eine Funklösung aus. Der Anbieter fand genügend Kunden, nachdem der Ortsbeirat massiv dafür geworben hatte, und bot diese Möglichkeit an. In Langstadt kam ein solches Projekt nicht zustande.

„Das waren alles Ideen, die nur für wenige Jahren taugen“, so Kloetzel, „mit dem Landkreis und den anderen Kommunen suchen wir nach einer Lösung für die nächsten zehn bis 15 Jahre.“

Quelle: op-online.de

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