Bauprojekte in der Kernstadt

Im Bruchborn und Wilhelmstraße: Es wird in Reihe gebaut

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Die Abrissarbeiten an der Wilhelmstraße laufen bereits. Direkt am Lache-Ufer – links ist die Fußgängerbrücke zu sehen – entstehen sechs Wohneinheiten.

Babenhausen – Lachewiesen I+II, Grünewald- und Michelsbräugelände, „Boßwenhain“ und natürlich die auf dem Kasernengelände entstehenden „Kaisergärten“ – die Kernstadt weist derzeit viele große Baugebiet aus – aber auch im kleineren Maßstab entsteht neuer Wohnraum. Von Norman Körtge

Wenn Acker- zu Bauland werden soll, schauen die Stadtverordneten derzeit ganz genau hin. Bestes Beispiel ist das Baugebiet „Boßwenhain“ an der Frankfurter Straße, das nun nach dem mehrheitlichen Willen der Lokalpolitiker deutlich kleiner ausfallen wird und sich nahezu ausschließlich über das ehemalige Iroplast-Gelände erstrecken soll. Dutzende Reihen- und Doppelhäuser sollen darauf entstehen. In viel kleinerem Umfang wird an zwei Stellen der Kernstadt nachverdichtet beziehungsweise neu gebaut.

Im Bruchborn

Etwa 3 450 Quadratmeter groß ist der schmale Grünstreifen, der sich hinter der Wohnbebauung entlang der Friedrich-Ebert-Straße erstreckt und durch die neue Straße Im Bruchborn erschlossen wird. In diese muss man auch einbiegen, wenn man zum direkt an der B26 gelegenen VW-Qualifizierungszentrum möchte. Die BPT Invest GmbH aus Bad Homburg möchte dort 16 Doppelhaushälften mit einer Wohnraumgröße von zirka 135 Quadratmetern und jeweils einer dazugehörigen Garage errichten.

Auf diesem Grünstreifen zwischen dem VW-Schulungszentrum (links) und den Häusern entlang der Friedrich-Ebert-Straße (rechts) sollen 16 Doppelhaushälften entstehen.

Beheizt werden sollen die 16 Einheiten ohne Keller über ein Blockheizkraftwerk. Voraussetzung dafür, dass das Bad Homburger Unternehmen seine in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung vorgestellten Pläne umsetzen kann: Die Stadtverordneten stimmen den Verkauf des städtischen Grundstücks zu. Aufgerufen ist ein Quadratmeterpreis von 290 Euro. Damit würde eine gute Million Euro in den Stadtsäckel fließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommt, ist hoch. Im Bauausschuss gab es ein einstimmiges Votum für den Verkauf. In der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, 27. Februar, soll die endgültige Entscheidung fallen.

Wenn alles nach Plan läuft, so die Projektentwickler, hoffen sie, 2020 mit den Bauarbeiten beginnen zu können, hieß es in der Ausschusssitzung.

Wilhelmstraße

Mit „Wohnen an der Lache“ ist die Dreger Immobiliengruppe aus Stockstadt in die Vermarktung gegangen. Nicht im Neubaugebiet Lachewiesen I, das sowieso schon gänzlich bebaut ist, sondern im alten Teil der Kernstadt. Genauer gesagt in der Sackgasse der Wilhelmstraße. Dort sind die Abrissarbeiten der Bestandsgebäude bereits im vollen Gange. Geplant sind dort vier Reihen- und zwei Doppelhaushälften.

Wie Geschäftsführer Jens Seifert berichtet, hofft er, dass Ende März die Stadtverordneten die Offenlage des Bebauungsplans beschließen und nach der vierwöchigen Auslage schnell der Satzungsbeschluss fallen kann. „Wir haben intensive Vorarbeit geleistet. Auch mit dem Regierungspräsidium wegen der Nähe zur Lache“, sagt Seifert. Geplant sei, so der Geschäftsführer, dass die insgesamt sechs Wohneinheiten mit jeweils zirka 135 Quadratmetern Wohnnutzfläche Ende September 2020 bezugsfertig sind. Es gebe derzeit drei Reservierungen. Kaufverträge würden eben erst abgeschlossen werden, wenn der Bebauungsplan beschlossene Sache ist.

Bilder: Babenhausen und Stadtteile

Quelle: op-online.de

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