Brücke über Bouxwiller Straße bleibt zu

Babenhausen - (st) Die im Jahre 1971/72 gebaute Fußgängerbrücke über die Bouxwiller Straße bleibt vorsorglich gesperrt.

Regelmäßige Bauwerksprüfungen hatten ergeben, dass das Bauwerk umfangreiche Schäden aufweist. „Zur Sicherung einer ausreichenden Tragfähigkeit, Gebrauchsfähigkeit und Dauerhaftigkeit ist daher eine grundhafte Instandsetzung erforderlich“, teilt das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Darmstadt mit.

Das Projekt taucht auch im Straßenbauprogramm der neuen hessischen Landesregierung als Maßnahme auf. 400 000 Euro sind dafür veranschlagt.

Im Zuge der Bauvorbereitung gab das ASV weitere Untersuchungen in Auftrag. Die Untersuchungen sollten eigentlich nur zur Einschätzung der anfallenden Ausbaustoffe hinsichtlich ihrer Weiterverwertung dienen. Überraschenderweise wurde in der Beschichtung des Überbaus dabei aber Polychloriertes Biphenyl (PCB) nachgewiesen.

Unmittelbar nach Bekanntwerden dieses Sachverhalts wurde die Stadt Babenhausen als zuständige Straßenverkehrsbehörde informiert. Bürgermeisterin Gabi Coutandin reagierte sofort und ließ - wie berichtet - die Brücke vorsorglich sperren. Das ASV gab daraufhin ein weiteres Gutachten in Auftrag, um die PCB-Belastung genauer zu analysieren. Dabei wurden auch an der Oberfläche PCB-Belastungen nachgewiesen. „Auch wenn von einer akuten Gefährdung durch die Brücke nicht ausgegangen werden kann, bleibt sie vorsorglich gesperrt“, so das ASV.

Die Sanierung, die im Sommer dieses Jahres beginnen soll, muss zum Schutz der Bauarbeiter unter erhöhten Sicherheitsanforderungen erfolgen. Während des Abtragens der Beschichtung wird das Bauwerk dann mit einer Volleinhausung inklusive Absauganlage versehen. Des Weiteren wird im Baufeld ein sogenannter Schwarz/Weiß-Bereich eingerichtet. Dieser dient der Reinigung der Arbeiter von eventuell mitgeführten Schadstoffen.

Quelle: op-online.de

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