Rettungshundestaffel aus Babenhausen

Buddy findet 89-jährigen Mann

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Labrador Buddy wartet auf seinen Einsatz. Bei der Suche nach einem Vermissten wurde der Rettungshund nun fündig.

Babenhausen - Das jährliche Übungswochenende der Rettungshundestaffel des DRK Ortsvereins Babenhausen ist schon ohne reale Einsätze für deren Hundeführer eine echte Bewährungsprobe. Diesmal war es jedoch besonders anstrengend, aber auch erfolgreich, denn der Labrador Buddy rettete ein Mann.

Und zu einem realen Einsatz kam es auch. Vier Tage verbrachten die Staffelkameraden in einem eigens gemieteten Übungsdorf auf dem Bundeswehrübungsgelände Wolferstetten im badischen Taubertal in der Nähe von Tauberbischofsheim. Geübt wurde die Suche nach hilflosen Personen in Wald und Flur, Gebäuden, dunklen Kellern, Röhren, Holzstapeln, verschrotteten Autos, Spinden und zwischen Feuerwehrschläuchen.

Für den Freitagabend war zudem eine Einsatzübung mit Unterstützung des ortsansässigen Badischen Roten Kreuzes und der Feuerwehr sorgfältig geplant und bestens vorbereitet. Diese Übung konnte jedoch dann gar nicht stattfinden, da kurz zuvor eine Alarmierung für einen tatsächlichen Einsatz in Obertshausen erfolgte. Nun hieß es schnell alle geprüften Rettungshundeteams in die beiden Einsatzfahrzeuge zu verteilen und zurück ins Hessische zu fahren. Dies ging, dadurch dass sich alle Teams (Hundeführer mit Hunden) auf dem Übungsgelände in Tauberbischofsheim befanden, sehr schnell, aber die Anfahrt war durch die Entfernung nach Hessen mit eineinhalb Stunden lang.

Die Mantrailer, die direkt auf die Spur der vermissten Personen angesetzt werden, fuhren deshalb mit ihren schnelleren Autos unmittelbar nach der Alarmierung zum Einsatzort. Dort gab es bereits ein stattliches Kontingent an Rettungshundeführern und verschiedenen Organisationen. Und dann ging alles ganz schnell: Der Babenhäuser Mantrailer war bereits unterwegs, als die Flächenhunde, die mit hoher Nase jeglichen menschlichen Geruch im Wald nachgehen, mit der Suche begannen. Stefan Häfner, mit seinem Labrador Buddy und seiner Helferin Melanie Pal-Szygulski, suchten gerade einmal zwölf Minuten einen vorgegebenen Abschnitt des Waldes ab, als der Hund seinen Fund meldete. Glücklicherweise war der alte Herr, der bereits zwei Nächte orientierungslos durch den Wald irrte, noch am Leben.

Der Hundeführer und seine Helferin leiteten Rettungsmaßnahmen ein und verständigten die Profis von der Bergwacht Darmstadt–Dieburg und vom Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Die Bergwacht musste den dehydrierten Mann sorgsam durch das unwegsame Gebiet transportieren. Die Arbeit der Rettungshundeführer war damit getan.

Beseelt von dem Gedanken, das so oft eingeübte Szenario an diesem Abend perfekt umgesetzt zu haben, fuhren die zehn Hundeführer mit ihren sechs Helfern zurück in ihr Übungsdorf. Hier wurde insbesondere Buddy mit einem fein bestückten Fressnapf von den daheimgebliebenen Kameraden empfangen und der Einsatz nachbesprochen. Am nächsten Morgen standen bereits die nächsten Aufgaben für die Staffelkameraden bereit und die Einsatzfähigkeit war wieder hergestellt, denn: Aus der Übung kann ganz schnell ein wirklicher Einsatz werden.

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(st)

Quelle: op-online.de

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