Achim Knoke vorgestellt

Den richtigen Schwung finden

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Achim Knoke liebt Baseball bei den Blue Devils. Es ist für ihn mehr als nur ein Sport. 

Babenhausen - Es gibt auch für Bürgermeisterkandidaten ein Leben außerhalb der Politik: Wir stellen unseren Lesern die Bewerber um den Chefsessel im Rathaus einmal in ihrem privaten Umfeld - so sie es auch wünschen - vor; heute Achim Knoke. Von Michael Just 

Es gibt Hobbys, die können das Leben in zuvor nicht gedachter Weise bereichern. Bei Achim Knoke war es der Baseball, mit dem er bei den Babenhäuser Blue Devils in Berührung kam. Die Vielseitigkeit dieses Sports faszinierte ihn so sehr, dass er sich als Spieler, Coach, Schiedsrichter, Schreiber und Abteilungsleiter engagierte. „Wenn man die Regeln bis zu einem gewissen Grad verstanden hat, kann der Sport sogar zu einer Lebenseinstellung werden“, sagt er. Es gebe viele Parallelen zum richtigen Leben: Wie gehe ich an eine Situation heran? Agiere ich defensiv oder offensiv? Und wann muss ich Rücksicht nehmen? „Leider ist Baseball in Deutschland noch nicht so bekannt“, bedauert er.

Achim Knoke wurde 1969 in Bad Driburg geboren und wuchs nicht allzu weit davon in Brakel (Weserbergland/Ostwestfalen) auf. Genau wie Babenhausen verfügt Brakel über einen historischen Stadtkern. In Brakel machte er Abitur, danach ging es zum Studium der Informatik nach Paderborn, das er mit Diplom abschloss. Um sich das Studium zu finanzieren und seine Eltern zu entlasten, arbeitete er in der Rechnerbetreuung der Uni, fuhr Rettungswagen und Taxi. 1999 folgte der berufliche Wechsel ins Rhein-Main Gebiet nach Langen, seit 2011 ist er Software-Manager bei der Telekom in Darmstadt.

In Babenhausen wohnt Achim Knoke mit seiner Familie seitdem er Westfalen verließ. „Wir fühlen uns hier sehr, sehr wohl. Es ist Heimat, wie wir sie kennen“, sagt die ganze Familie. Die besteht aus Ehefrau Tanja, mit der er seit fast 20 Jahren verheiratet ist, sowie die Töchter Lydia (16) und Vivian (12). Des Weiteren gehört die Rauhaardackel-Dame Käthe zur Familie. „Uns gibt es nur im Fünfer-Pack“, sagt der Bürgermeisterkandidat. Vor allem die Familie ist es, aus der der Wahl-Babenhäuser Kraft schöpft. Oft stehen alle vier gemeinsam in der Küche und kochen oder backen. Zu festlichen Anlässen gibt es Prinzregententorte, und zwar in der Art, wie sie Knokes Mutter, als auch deren Mutter, schon machte. Dann werden sieben Böden mit reichlich Kakao und Buttercreme übereinander gelegt.

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Im Sommer gehört das Grillen zu Achim Knokes ganz großer Leidenschaft. Wie er sagt, gehe es dabei nicht nur darum, das Fleisch ein bisschen zu wenden: „Es sind die Feinheiten des langsamen Garens, am besten über Holzkohle. Das Ergebnis sollte einen Wow-Effekt erzeugen.“ Was im Hause Knoke auf die Teller kommt, zeigt sich als abwechslungsreich: Das kann spanisch, chinesisch, indisch aber auch mal gute Hausmannskost sein. Genauso facettenreich präsentiert sich der Bürgermeister-Kandidat selbst: „Ich bin vielseitig interessiert“, führt er an. Da, wo was los oder es spannend ist, ist er gerne mit von der Partie. Das kann Kunst, Kultur aber auch Historisches sein.

Eine besondere Affinität

Zu den Babenhäuser Schlepperfreunden besitzt er eine besondere Affinität: „Da funktioniert etwas ohne Verein. Das ist toll, wenn etwas gemeinsam aufgebaut und geschaffen wird.“ Etwas selbst schaffen liegt Achim Knoke ebenfalls im Blut, wovon die Werkbank im Keller zeugt. Im Haus gibt es nur wenig, was der IT-Spezialist in puncto Renovieren nicht selbst machen kann. „Ich baue gerne Dinge mit meinen Händen zusammen“, sagt er. Holz gehört dabei zum bevorzugten Werkstoff. Bleibt ihm Zeit für TV, ist er ein Fan von jenen Serien, in denen außergewöhnliche Persönlichkeiten und gute Stories zum Tragen kommen. Lachen kann er über Dieter Nuhr und den schwarzen britischen Humor, wie ihn Monty Python vertritt. Wer Achim Knoke kennenlernt, trifft auf einen freundlichen und bodenständigen Menschen. Er engagiert sich als Rechner beim Turnverein, ist Mitglied beim Förderverein Sozialstation, dem Lebensmittelpunkt und unterstützt, in Anlehnung an seine aktive Zeit, den Malteser Hilfsdienst. In der Politik ist er noch eher unbelastet: Erst 2011 kam er zur SPD, weil er dazu beitragen wollte, dass Babenhausen nach vorne kommt.

Der Aufstieg folgte rasant: Infolge der letzten Kommunalwahl wurde er Stadtverordneter und Fraktionsvorsitzender. Schnell erkannte seine Partei, dass er klare Vorstellungen und Prinzipien hat. Auch seine Hartnäckigkeit machte Eindruck: So schaffte er es 2008, die deutsche Jugend-Meisterschaft im Baseball nach Babenhausen zu holen. „Ein ,geht nicht’ ist bei mir immer zuerst mit einem Fragezeichen verbunden“, sagt er. Laut Achim Knoke gibt es für alles im Leben eine Zeit. Jetzt sei die Zeit gekommen, den IT-Beruf aufzugeben und das fortzuführen, was seine Partei und Gabi Coutandin in den letzten Jahren aufgebaut haben.

Quelle: op-online.de

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