„Bürger für Babenhausen“ nominieren Buchhalter

Bürgermeisterwahl: Heinz Schumacher tritt an

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Hat Bürgermeisterambitionen: Heinz Schumacher (6. von links) steigt als dritter Kandidat ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus ein.

Babenhausen - Ein weiterer Kandidat bewirbt sich bei den Bürgermeisterwahlen im September um den Posten des Verwaltungschefs. Die „Bürger für Babenhausen“ entsenden Heinz Schumacher, der bei der Kandidatennominierung am Dienstagabend ohne Gegenstimme gewählt wurde. Von Ursula Friedrich

Schumacher ist Begründer der Wählergemeinschaft, die mit einer Stadtverordneten, Ingrid Schumacher, seit zwei Legislaturperioden die Interessen der Babenhäuser im Parlament vertritt. „Meine Frau ließ sich nicht motivieren zu kandidieren“, bedauerte Schumacher, der gerne aus der „zweiten Reihe“ heraus kommunalpolitisch aktiv geblieben wäre.

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In kleiner Runde – zwölf Interessierte waren erschienen – wurde er als Kandidat der „Bürger“ nun auf den Schild gehoben. Damit wird er dem SPD-Kandidaten Achim Knoke und CDU-Bewerber Rüdiger Manowski die Stirn bieten. Ein unabhängiger parteiloser Kandidat hätte, wie es sich in anderen Kommunen wie Dietzenbach und Dieburg gezeigt habe, gute Chancen, bei den Wählern zu punkten, die von den Parteien genug hätten, sagte Wahlleiter Georg Hohmuth.

Heinz Schumacher, am 26. Oktober 1953 in Schlierbach geboren, überzeugte seine Unterstützer mit einem Vortrag seiner Ziele. Die Haushaltskonsolidierung der verschuldeten Stadt nannte der gelernte Bilanzbuchhalter an erster Stelle. Um Babenhausen aus den roten Zahlen zu manövrieren, müssten „dicke Bretter gebohrt werden“. Schumacher würde als Chef der Verwaltung Personalkosten drosseln, die kommunalen Eigenbetriebe als solche erhalten und nicht in die Verwaltung zurückführen, und Verwaltungsmitarbeiter auf dieser Basis flexibler einsetzen. Er scheue auch nicht vor unpopulären Entscheidungen.

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Die hohen Betriebskosten für das Schwimmbad (600.000 Euro/Jahr) müssten reduziert werden, auch die Kosten für die Stadthallen in Kernstadt und Ortsteilen auf den Prüfstand. Amtsinhaberin Gabi Coutandin warf Schumacher vor, über die Verhältnisse gewirtschaftet zu haben. Ausstehende Bilanzen der Eigenbetriebe, eine neue Kita („Fünf Millionen Euro sind ein Irrsinn!“), die ungewisse Zukunft des Kasernengeländes, waren Punkte seiner Kritik.

„Ich würde das Gespräch mit der Bima (Eigentümer der Kaserne) suchen“, so der 60-Jährige, die dortigen Immobilien verkämen immer mehr, „nun besteht die Gefahr, dass Asylbewerber reinkommen“. Für eine Belebung der Bummelgasse, effizienteren Energieverbrauch auf Sportplätzen, die Bewirtschaftung öffentlichen Parkraums und die intensive Kommunikation mit ansässigen Betrieben warb der Bürgermeisterkandidat. Kommunalpolitische Erfahrung sammelt er als Gründer der Wählerinitiative „Bürger“ sowie im Ortsbeirat der Kernstadt.

Quelle: op-online.de

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