„Lebensabend in Würde“

112 Pflegepllätze bietet das Haus auf einer Bruttogeschossfläche von 6400 Quadratmetern.

Babenhausen - Eine Einweihung mit einer Bundesministerin als Gast: Das gibt es hier auch nicht alle Tage. Dr. Kristina Schröder, zuständig für Familien-, Senioren-, Frauen- und Jugendpolitik, war am Donnerstagnachmittag zugegen, als die K&S-Seniorenresidenz auf dem Gelände der Michelsbräu mit vielen geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung offiziell eröffnet wurde.  Von Stefan Scharkopf

In ihrem Grußwort sagte die CDU-Politikerin, wichtig sei es, dass die alten Menschen selbstbestimmt entscheiden können müssten, wie sie leben, mit soviel Würde und Lebensfreude, wie es eben geht. Ihr Ressort beschäftige sich mit dem Thema unter drei Aspekten: Das private Wohnen stehe vor der Pflege. Dazu gehöre beispielsweise mehr barrierefreies Bauen. Wenn Pflege, dann ambulante Betreuung vor der stationären und an einem Ort, an dem der Mensch sich wohl fühlt – und in Zusammenarbeit mit Angehörigen und einem Netzwerk aus Nachbarn, Freunden und dem Ehrenamt. Schröder erinnerte in diesem Zusammenhang an das Familienpflegezeitgesetz, das im Januar 2012 in Kraft trat. Der Staat will damit die Pflegezeit fördern und berufstätigen Menschen, die bedürftige Angehörige haben, soll die Möglichkeit gegeben werden, für maximal zwei Jahre ihre Arbeitszeit zu reduzieren, im Beruf zu bleiben und ihre Angehörigen selbst zu unterstützen. Ihr Arbeitsentgelt wird aufgestockt.

Erst der dritte Schritt sei, laut Schröder, die stationäre Pflege, wenn möglich so nah am seitherigen Lebensraum wie möglich.

112 vollstationäre Plätze werden am Ostring 48 geboten, 72 Einzel- und 20 Doppelzimmer. 17 sind bereits besetzt, erst vor wenigen Tagen war Einzug. Rund 70 Dauerarbeitsplätze gibt es. Alles in allem investierte die K&S Unternehmensgruppe neun Millionen Euro.

„Die Pflegezimmer in der neuen Residenz bieten einen angenehmen Wohnkomfort. Auf Wunsch kann jeder Bewohner die komfortable Ausstattung mit eigenen, lieb gewordenen Möbeln ergänzen“, erläutert Claudia Herold, stellvertretende Leiterin der Residenz.

Zum Angebot für die Senioren gehört auch ein Fitnessraum, den K&S-Regionalleiterin Waltraud Heimbeck (rechts) Ministerin Kristina Schröder vorstellte.

Neben dem eigenen Sanitärbereich sind der 24-Stunden-Notruf und ein Rundfunk/TV- und Telefonanschluss für alle Zimmer selbstverständlich. Auch ein eigener Internetanschluss ist möglich. „Jeder Bewohner wird seinen Möglichkeiten entsprechend aktiviert und gefördert.“ Das Haus verfügt über großzügige Gemeinschaftseinrichtungen wie Foyer mit Multimedia-Wand, Moccabar und Clubzimmer, die zum Verweilen einladen. Das Restaurant ist auch für Besucher und Gäste geöffnet. Neben Wellnessbädern und einem Gymnastikraum wird es im Haus auch einen sogenannten Snoezelenraum geben, in dem sich die Bewohner auf Entdeckungsreise in die Welt der Sinne begeben können.

Bürgermeisterin Gabi Coutandin begrüßte es, dass die Residenz als Teil der Stadt gilt. „Alte Menschen gehören in die Innenstadt.“ Erstrebenswert sei auch eine „inhaltliche Verknüpfung“ mit der Residenz vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft. Gelungen, so Coutandin, sei auch das Gebäude selbst, das sich städtebaulich gut in die Altstadt einfüge.

Für den morgigen Sonntag (23.) lädt die Seniorenresidenz die interessierte Öffentlichkeit ein, sich persönlich ein Bild von der neuen Einrichtung zu machen.

Von 13 bis 18 Uhr steht das gesamte Haus für Besucher offen und es gibt ein buntes Programm. An Informationsständen und auf Rundgängen durch das Haus erfahren die Besucher alles Wissenswerte über das Pflegekonzept und erhalten Einblicke in das Haus. Außerdem gibt es ein Preisausschreiben und auch Angebote für Kinder.

 

  • Der Eigenanteil in den drei Pflegestufen beträgt monatlich 1 505, 1 790 bzw. 2 060 Euro. Näheres im Internet. Telefonischer Kontakt: Tel.:  06073 744710.

Quelle: op-online.de

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