Andrang

ASB-Kita: Container im Garten

+
Die Kita in Hergershausen wird für eine Übergangszeit um zwei Container erweitert.

Hergershausen - Der Andrang auf die ASB-Kita in Hergershausen ist seit Jahren groß. Die Plätze in den vier Gruppen, in denen auch sechs Zweijährige betreut werden, reichen in dem durch ein großes Neubaugebiet „verjüngten“ Stadtteil nicht aus. Von Petra Grimm

Die Eltern sind deshalb bereits mehrfach auf die Barrikaden gegangen. Um in der Einrichtung möglichst schnell Raum zu gewinnen – auch mit Blick auf den Rechtsanspruch auf einen Platz für Kinder unter drei Jahren – werden auf dem Kita-Gelände Anfang August zwei Container aufgestellt. Dadurch werden sechs weitere U3-Plätze geschaffen, so dass dann insgesamt zwölf Plätze für Zweijährige zur Verfügung stehen. Personell wird die Kita um eine Vollzeitstelle erweitert.

Wie und wann die Erweiterungsmaßnahme über die Bühne gehen wird, war beim jüngsten Elternabend zu erfahren. Clemens Kiefer vom Eigenbetrieb der Stadt hatte Skizzen und einen Lageplan dabei. Als Standort wurde der Gartenstreifen hinter der Kita ausgewählt, wo im Moment ein Sandkasten und eine Holzhütte stehen. Die beiden jeweils sechs Meter langen und drei Meter breiten Container werden in L-Form verbunden und direkt an das Gebäude „andocken“. Und zwar am bisherigen Ruheraum neben dem Restaurant für die Kinder. Hier wird das bestehende Fenster zu einer Tür umgebaut. Dadurch entsteht ein direkter Zugang zu den beiden Containern, in denen zwei Ruheräume Platz finden werden. „So muss keiner im Winter oder bei Regen nach draußen, um zu den Containern zu kommen“, erklärte Kiefer. Zusätzliche Wickelplätze werden in den bestehenden sanitären Anlagen der Kita eingerichtet.

Geplant: zeitlich begrenzter U3-Ausbau

Für den Aufbau der Container wird man die geplante Schließzeit zwischen dem 5. und 16. August nutzen. Es wird allerdings noch eine weitere Woche nötig sein, um die neuen Räume einzurichten. Deshalb wird zusätzlich vom 19. bis 23. August geschlossen sein. „Für diese zusätzliche Woche, die ja nicht mehr in den Schulferien liegt, wird ein Notdienst angeboten“, sagte Kita-Leiterin Eva Maria Hartmann, die die Eltern auch um Mithilfe beim Einräumen und Gestalten der neuen Räume bat.

Die Container können, wenn nicht mehr benötigt, unproblematisch wieder entfernt werden. Denn geplant ist eigentlich ein zeitlich begrenzter U3-Ausbau. Wobei der zukünftige Bedarf an U3- Plätzen in Babenhausen für die Stadt und den ASB als Träger der Kitas noch eine große Unbekannte sei, wie Bürgermeisterin Gabi Coutandin und Martina Barz, die für die Kindergärten zuständige Bereichsleiterin des ASB-Regionalverbands Südhessen, sagten. „Falls in Hergershausen dauerhaft so viele Plätze benötigt werden, muss man in ein oder zwei Jahren eine Entscheidung über eine bauliche Erweiterung fällen. Denn ein Container kann nur eine Übergangslösung sein. Wir müssen jetzt aber erstmal abwarten, wie viele Anmeldungen im U3-Bereich überhaupt kommen und wer das Betreuungsgeld nimmt“, sagte Coutandin, die darauf hinwies, dass alle Kitas im Stadtgebiet aufgerüstet würden, um mehr U3-Plätze zu schaffen. Außerdem stünden in der neuen Kita Kunterbunt in der Kernstadt Anfang kommenden Jahres dann 30 Krippenplätze zur Verfügung.

Stadt ist zuständig für Kita-Ausbau

Für die baulichen Maßnahmen der Babenhäuser Kitas ist die Stadt zuständig. Die Belegung managt der ASB. „Wer dieses Jahr drei Jahre alt wird, bekommt auf jeden Fall einen Platz, allerdings nicht zwingend in der Wunschkita“, sagte Martina Barz. Im U3-Bereich werde es allerdings Eltern geben, die erstmal leer ausgehen. Mit denen werde man das Gespräch suchen, um festzustellen, ob sie bis zur Eröffnung der Kita Kunterbunt im Februar warten können oder ihr Kind eventuell bei einer Tagesmutter unterbringen möchten. Wer Kontakt zu Tagespflegeeltern sucht, kann sich an den städtischen Fachbereich Soziales und Familie unter der Leitung von Regina Lange wenden.

Da die Eltern ihr Kind in der Regel möglichst wohnortnah betreuen lassen möchten, hat sich die Situation in Hergershausen noch nicht wirklich entspannt, denn auch die sechs neuen Plätze für Zweijährige sind bereits vergeben. Eine Warteliste für alle Altersklassen besteht weiterhin. Dazu kommt, dass in diesem Sommer nur 13, maximal 15 Kinder, die Hergershäuser Kita Richtung Schule verlassen. Im nächsten Jahr dagegen werden durch voraussichtlich 33 Schulabgänger wesentlich mehr Plätze frei.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare