Autozulieferer baut nur bis zu 450 Stellen ab

Hoffnung für Mitarbeiter von Continental

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Symbolbild

Babenhausen - Bis zu 450 Stellen will der Autozulieferer Continental in Babenhausen abbauen. Derzeit gibt es dort 2300 Mitarbeiter. 

Die Mitarbeiter des Automobilzulieferers Continental in Babenhausen ebnen den Weg für eine Standortsicherung. Sie haben einem Ergänzungstarifvertrag zugestimmt, wie das Unternehmen heute mitteilte. Im Gegenzug sei das Ziel vereinbart worden, mindestens 1850 von rund 2300 Arbeitsplätzen am Standort zu sichern. Betriebsbedingte Kündigungen seien ausgeschlossen. Nachdem etwa 70 Prozent der IG-Metall-Mitglieder für die Einführung des zwischen Continental und der Arbeitnehmervertretung ausgehandelten Vertrages gestimmt hätten, werde dieser am 1. Januar 2015 in Kraft treten. Es sei eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019 vereinbart worden.

Der Betriebsratsvorsitzende von Continental, Wiegand Kollmann, betonte, es gebe noch keinen unterschriebenen Vertrag. Die IG Metall müsse noch zustimmen. Er sprach zwar von harten Einschnitten. Dennoch sehe er den Vertrag positiv, sagte Kollmann unserer Zeitung. „Es ist ein Ergebnis, dass für den Standort und die Mitarbeiter gut ist“, erklärte ein Continental-Sprecher. Er wollte sich zu Details nicht äußern. Es gebe ein Paket mit verschiedenen Elementen. Es gehe um unbezahlte Mehrarbeit und die Verschiebung von Tariferhöhungen, berichtete Kollmann. Bei Continental in Babenhausen gilt die 35-Stunden-Woche. In den Jahren von 2015 bis 2017 müssten die Mitarbeiter laut Ergänzungstarifvertrag 1,75 Stunden zusätzlich in der Woche arbeiten, erläuterte Kollmann.

2018 seien es 1,5 Stunden und 2019 eine Stunde. Mögliche Tariferhöhungen würden in den Jahren 2015 bis 2018 um neun Monate verschoben, sagte Kollmann. 2019 würden sie sechs Monate später umgesetzt. Der Stellenabbau werde über die natürliche Fluktuation, Altersteilzeit, das Auslaufen von Verträgen und den Abbau von Leiharbeitern angestrebt, erklärte Kollmann. Die Verhandlungen zwischen IG Metall und Geschäftsführung waren im Juli bekannt geworden. Damals hieß es, Personalkosten in Höhe von rund 40 Millionen Euro sollten eingespart werden, so die IG Metall. Damit wolle das Unternehmen „Gewinnunterschiede zwischen dem Standort Babenhausen und Billiglohnländern vollständig ausgleichen“.

ADAC-Sommerreifentest 2013

ADAC Sommerreifentest 2013

In der Produktion solle die Mitarbeiterzahl von 1 183 Beschäftigten um 405 auf 778 bis Ende 2018 verringert werden. Kollmann berichtete jetzt, im Werk seien mit dem Ergänzungstarifvertrag 822 Arbeitsplätze bis 2019 abgesichert worden. Er betonte weiter, die Zahl von insgesamt 1 850 Jobs sei eine Mindestzahl.

ku

Quelle: op-online.de

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