B26 gerade zu Stoßzeiten überlastet

Dampf machen für die Südumgehung

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Die Bahnschienen bremsen den Verkehr auf der B26 noch zusätzlich aus, besonders im Berufsverkehr benötigen Autofahrer Geduld.

Babenhausen - An der Verkehrssituation in Babenhausen auf der B26 hat sich nichts Grundlegendes geändert. Außer, dass man den Eindruck haben kann, auf der Straße wird es von Jahr zu Jahr voller. Autofahrer benötigen gerade im Berufsverkehr viel Geduld.

Morgens staut es sich Richtung Darmstadt, abends dann eher in Richtung Aschaffenburg. Dass die Bundesstraße 26 auch noch die Bahnlinie nach Groß-Umstadt kreuzt, macht die Sache nicht einfacher und staut den Verkehr zu den Stoßzeiten noch zusätzlich. Es war eine Enttäuschung, als die B26 im vergangenen Jahr nicht in den vordringlichen Bedarf beim Bundesverkehrswegeplan 2030 genommen wurde. Damit haben sich Hoffnungen zerschlagen, dass es in den nächsten Jahren mit der von den Parteien favorisierten Südumgehung losgeht.

Nun hat sich die SPD dieses Themas noch einmal angenommen und bei der letzten Stadtverordnetenversammlung 2017 einen Antrag zu diesem Thema gestellt. „Das Projekt ‘B26 Südumgehung Babenhausen’ soll im Bundesverkehrswegeplan wieder als vordringlicher Bedarf eingestuft werden, um mittelfristig eine Umsetzung zu gewährleisten“, heißt der erste Punkt des SPD-Antrags. Konkreter wird es im zweiten Punkt. Darin wird der Magistrat aufgefordert, alle seine Möglichkeiten auszuschöpfen, um das Projekt Südumgehung möglichst bald anzustoßen.

Simone Kirchschlager begründete für die SPD diesen neuen Anlauf für eine Verkehrsentlastung von Babenhausen unter anderem mit dem Ausbau des ehemaligen Kasernengeländes. Nachdem dort nun Nägel mit Köpfen gemacht wurden, sei die Südumgehung noch wichtiger. Kirchschlager rechnet mit erhöhtem Verkehr vom Kasernengebiet in die Innenstadt – aber auch nach außerhalb, was weitere Autos und Lastkraftwagen auf die sowieso schon überlastete B 26 bringen würde. Nur wenn jetzt Dampf gemacht würde, rücke eine Südumgehung in greifbare Nähe. „Damit könnte der neue Stadtteil auf dem ehemaligen Kasernenareal und die neuen Gewerbegebiete in die städtebauliche Entwicklung gut integriert werden.“

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Den Stadtverordneten stand bei diesem Tagesordnungspunkt nicht der Sinn nach Diskussionen. Bereits im Bauausschuss hatten dessen Mitglieder den Antrag einstimmig zur Annahme empfohlen. So kam es dann auch in der Stadtverordnetenversammlung: Der Antrag wurde mit den Stimmen aller Fraktionen verabschiedet. (zba)

Quelle: op-online.de

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