Dankeschön für jahrelangen Einsatz

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Abschlussabend der Feuerwehr Babenhausen mit Ehrungen und Geselligkeit. In den Jahresabschlussabend der Babenhäuser Feuerwehr waren auch Ehrungen integriert. Unser Bild zeigt von links Florian Sawallich, Bürgermeisterin Gabi Coutandin, Manuel Feick, Wolfgang Geißer, Harald Berz, Carsten Liebhardt, Günter Mehring, Frank Pernecker und die Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück.

Babenhausen - „Er kann jedes Fahrzeug blind vorwärts und rückwärts einparken. Er ist mit Abstand der beste Fahrer und Maschinist, den ich kenne“, sagte Wehrführer Florian Sawallich über seinen Kameraden Wolfgang Geißler. Von Michael Just

Kurz nach diesem Lob schüttelte er ihm die Hand für dessen 40-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Babenhausen.

Die Auszeichnung langjähriger Mitglieder gehörte am Samstag zum Jahresabschlussabend des Feuerwehrvereins in der Keglerklause. Mit einem großen Buffet sagte der Verein Danke an die Aktiven der Einsatzabteilung. Eingeladen waren zudem die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung sowie die Ehefrauen und Freundinnen, um eine familiäre Atmosphäre zu schaffen.

Die Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück sowie Bürgermeisterin Gabi Coutandin sagten sich ebenfalls an, um bei den Ehrungen dabei zu sein. Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Feick richtete die Grüße von Kreisbrandinspektor Ralph Stühling aus. Rosemarie Lück lobte den Rahmen, in dem die Feuerwehr feiert: „Ich komme im Landkreis viel rum. Aber ein Essen in dieser Form habe ich noch nicht gesehen. Das ist mit Sicherheit gut für den Zusammenhalt der Truppe.“ Danach hatte die Politikerin eine interessante Zahl aus Nordrhein-Westfalen parat: Dort seien 95 Prozent aller Brände im letzten Jahr durch freiwillige Feuerwehren gelöscht worden. „Ich dachte, durch die Großstädte im Ruhrgebiet gibt es dort viele Berufsfeuerwehren. Diese Zahl unterstreicht aber ziemlich klar die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren“, so die Politikerin. Bürgermeisterin Gabi Coutandin erinnerte an die Zeit und die Kompetenz, die es für diese Aufgabe verlangt. Man setze sich Gefahren fürs eigene Leben aus, dazu seien psychische Belastung, etwa bei schweren Verkehrsunfällen mit Toten, zu verkraften. Als Dienstherrin der lokalen Feuerwehr dankte sie auch den Frauen, wenn diese regelmäßig ihren Lebenspartner entbehren müssen.

25 Jahre aktiver Dienst

Bei den Ehrungen wurden die Frauen ebenfalls aufgerufen und bekamen vom Feuerwehrverein einen Blumenstrauß. Für 25 Jahre aktiven Dienst in der Wehr ging der Dank an Carsten Liebhardt. Er erhielt das silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande. Seit seiner Jugend ist Liebhardt dabei, seine absolvierten Lehrgänge ergeben unter anderem in punkto Gerätewart, Gruppen- und Bootsführer, Motorsäge oder Höhensicherung eine ziemlich lange Liste. Vor 40 Jahre traten Wolfgang Geißler und Harald Berz bei. Sie bekamen das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande. Berz kommt aus Harreshausen und war dort Jugendwart und stellvertretender Wehrführer. Nach dem Ende der Harreshäuser Blauröcke wechselte er nach Babenhausen. „Bis zum Schluss hielt er die Fahne in Harreshausen hoch“, führte Sawallich an. Wolfgang Geißler wurde neben seiner Kompetenz als Maschinist für die Unterstützung des Feuerwehrvereins gelobt. Sein persönlicher Einsatz und die seiner Traktoren mache ihn mittlerweile für das Altstadt- und das Sommernachtsfest unentbehrlich. Günter Mehring ist noch zehn Jahre länger dabei: Mit einem halben Jahrhundert Mitgliedschaft durfte er sich über das Ehrenzeichen in Gold freuen. Da der 71-Jährige nicht mehr aktiv ist, kommt die Urkunde nicht vom Hessischen Innenministerium, sondern vom Bezirksfeuerwehrverband. Mehring war Mitbegründe der Jugendfeuerwehr Babenhausen und Jugendausbilder, dazu stellvertretender Ortsbrandmeister. Alle Geehrten erhielten von Frank Pernecker im Namen des Feuerwehrvereins ein Geschenk, dazu gab es von der Stadt zusätzlich einen Einkaufsgutschein.

Zu seiner Überraschung wurde Carsten Liebhardt ein zweites Mal nach vorne gerufen und mit einer leistungsbezogenen Auszeichnung bedacht. Der 36-Jährige erhielt von Manuel Feick die Ehrenmedaille der Kreisjugendfeuerwehr Darmstadt-Dieburg. Grundlage ist sein vielfältiger Einsatz für die Jugendwehr, etwa als ehemaliger Jugendfeuerwehrwart oder als Jugendgruppenleiter. Sein Engagement für das Erlochfest, den Kreisjugendfeuerwehrtag oder weitere Veranstaltungen auf Bezirksebene sind ebenfalls vorbildlich. Derzeit ist die Kreisjugendfeuerwehr Darmstadt-Dieburg die einzige in Hessen, die steigende Mitgliederzahlen verbucht.

Nach den Auszeichnungen ging es für die Geehrten gleich wieder zurück an die Tische zu den Frauen und den Kameraden. „Das war es dann auch mit den Formalien. Mit Blick auf das zurückliegende Jahr geht es heute vor allem darum, den Abend mal ganz unbeschwert zu genießen“, so Sawallich.

Quelle: op-online.de

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