Unfallstatistik

Weniger Tote und Verletzte

Darmstadt-Dieburg - Die Unfallzahlen in Südhessen sind weiterhin rückläufig. Sorgen bereitet den Polizisten die hohe Zahl derer, die nach einem Crash davonfahren.

Auf den Straßen Südhessens hat es 2013 weniger oft gekracht als im Jahr zuvor. Die Zahl der registrierten Verkehrsunfälle im Dienstbereich des Polizeipräsidiums Südhessen ist um 3,7 Prozent zurückgegangen. Waren es 2012 noch 20 179 Unfälle, sind es jetzt 764 weniger. Deutlich rückläufig sind laut Polizei dabei die Unfälle mit Personenschäden (-9,37 %). Die Zahl der Getöteten sank erneut signifikant um 32,5 % auf 27. Das ist der tiefste Stand seit zehn Jahren. „Diese erfreulichen Entwicklungen wurden nicht zuletzt durch eine stetige Unfallanalyse und durch zielgerichtete Programme zur Steigerung der Verkehrssicherheit erreicht“, ist sich die Polizei sicher.

Vor allem für den Zeitraum der letzten fünf Jahre ist in der Gesamtstruktur der Verkehrsunfallzahlen mit verunglückten/verletzten Personen ein stetiges Minus zu verzeichnen – im Vergleich zu 2009 um 12,62 %. Noch erheblicher ist der Rückgang der Verkehrsunfälle mit getöteten Personen auf südhessischen Straßen. Waren es 2009 noch 52, so hat sich die Anzahl 2013 auf 27 tödlich verletzte Personen annähernd halbiert. Mehr geworden sind aber die Unfallfluchten, ein Anstieg um 1,35 % auf 6 165 Fälle. Die Aufklärungsquote liegt bei 38 %.

Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss sinkt

Die Unfallzahlen in Südhessen sind weiterhin rückläufig. Sorgen bereitet den Polizisten die hohe Zahl derer, die nach einem Crash davonfahren. Die Verkehrsunfälle mit Personenschäden haben in Südhessen erkennbar abgenommen.

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg hat sich der leichte Anstieg der registrierten Unfälle aus dem Jahr 2012 im vergangenen Jahr nicht bestätigt. Damit hält der insgesamt rückläufige Trend aller registrierten Unfälle im Kreis weiter an – gegenüber dem Vorjahr ein Minus um 334 (-6,64 %) auf 4 693. Bemerkenswert ist der anhaltende Rückgang der schweren Verkehrsunfälle; die Zahl derer mit Toten und Schwerverletzten ist in der Langzeitbetrachtung weiterhin rückläufig. So stehen 899 Unfälle mit Personenschäden 2007 nun 755 gegenüber (-16 %). 2013 starben im Kreis neun Menschen, einer weniger als 2012; 143 wurden schwer verletzt (145). Während die Anzahl der Unfälle unter Drogeneinfluss von sechs im Jahr 2012 auf neun anstieg, verringerten sich die unter Alkoholeinfluss von 128 auf 110. Erfreulich ist auch, dass sich das Unfallgeschehen der Fußgänger (von 105 im Vorjahr auf 77), Radfahrer (um 55 auf 171) und motorisierten Zweiradfahrer (von 198 auf 145) positiver darstellt – der niedrigsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Sorgen bereitet den Beamten die Unfallflucht. Mit 1432 Fällen (-1,45 %) machen diese fast ein Drittel aller registrierten Unfälle im Kreis aus.

Die häufigsten Unfallursachen sind nach wie vor Fehler beim Wenden und Rückwärtsfahren, ungenügender Sicherheitsabstand, Missachtung der Vorfahrt und zu schnelles Fahren. Die Polizei kündigt an, dass sie neben den üblichen Kontrollen besonderes Augenmerk auf Raser, Alkohol- und Drogenkonsumenten haben wird.

st

Quelle: op-online.de

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