„Das Glas ist mindestens halb voll“

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Der Schulchor begrüßte den neuen OSB-Leiter Rainer Becker bei dessen Amtseinführung mit Gesangseinlagen.

Babenhausen - „Mach’ die Welt zu einem besseren Ort. “ Die prägnante Textzeile aus Michael Jacksons Song „Heal the world“ gab der offiziellen Amtseinführung von Rainer Becker gleich zum Auftakt einen emotionalen Anstrich. Von Cora Werwitzke

Mit drei Liedern hieß der Schulchor der Joachim-Schumann-Schule den Babenhäuser an seiner neuen Wirkungsstätte willkommen. Am 1. August war Rainer Becker (49) vom Schulamt mit der Leitung der Offenen Schule beauftragt worden. Zuvor hatte Uwe Schimsheimer die Einrichtung ein Jahr kommissarisch geführt.

Rund 150 geladene Gäste fanden sich nach der Gesangseinlage in der Mensa ein. Warme Worte hielt Schulamtsdezernent Dieter Eitel für den neuen Leiter bereit. Wie vom Himmel sei er gefallen, so Eitel, der Becker wertvolle Kompetenzen bescheinigte. Vielleicht eine der wichtigsten: Rainer Becker kenne das neue Umfeld, seine beiden Töchter gingen auf die Schule und er selbst sei Mitglied des Fördervereins. Der Schulamtsdezernent wünschte dem neuen Leiter allen voran „ein glückliches Händchen bei allen sichtbaren und unsichtbaren Baustellen“.

Grußworte hagelte es anschließend von allen Seiten. Stadtverordnetenvorsteher Wulf Heintzenberg – selbst pensionierter Lehrer – wünschte im Namen der städtischen Gremien alles Gute. Brigitte Lübow. Leiterin der Markwaldschule, überbrachte Grüße der Einrichtungen im Schulverband. Evangelische und katholische Gemeindevertreter gaben Becker nette Worte mit auf den Weg, ebenso wie das Kollegium der offenen Schule und Inge Heckwolf, Leiterin des Studienseminars GHRF Darmstadt. Für den kürzesten, wohl aber humorvollsten Beitrag sorgte Dr. Georg Köhler: „Einen Mordstyp habt ihr hier gekriegt“, bemerkte der Schulleiter der Ernst-Reuter-Schule knapp. Die Dietzenbacher Einrichtung war Beckers letzte Station, bevor er nun die Stelle an Babenhausens größter Schule antrat.

Er sei ein „gnadenloser Optimist“

Rainer Becker selbst kündigte an, in Zukunft als Moderator, Vermittler, Forderer und Förderer zur Stelle zu sein. Kraft würden ihm seine Familie und seine Eigenschaft als „gnadenloser Optimist“ geben: „Das Glas ist immer mindestens halb voll.“

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Leiter eines „Referenzobjekts“

Ein besonderes Anliegen ist dem neuen Schulleiter, offen für bevorstehende Veränderungen zu sein. „Der Satz ‘Früher war alles besser’ ist ein Irrglaube, so erreichen wir junge Leute nicht“, bekräftigte er. Die Schüler müssten dort abgeholt werden, wo sie stehen. Nur so könnten sie an die Wertegemeinschaft herangeführt werden.

Becker ließ Worte zum Neubau, dem Schulversuchsantrag und der zur Debatte stehenden Zusammenlegung mit der Bachgauschule folgen. Und kam in seiner Rede schließlich bei dem kunstvoll drapierten Canapes-Buffet der Projektgruppe „Schüler kochen für Schüler“ an, das auf den Ansturm der Gäste wartete. Der Startschuss des neuen Chefs ließ nicht lange auf sich warten. Der betonte zuvor noch: „Wenn Kinder mehr tun, als sie unbedingt müssen, wie in diesem Projekt, ist viel erreicht. Denn dann ist es für sie möglich, Sinnhaftigkeit zu erfahren.“

Quelle: op-online.de

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