Dieses Jahr wird es nichts mehr

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Der Umbau des Bismarck-Platzes lässt weiter auf sich warten.

Babenhausen - Dieses Jahr wird es nichts mehr mit dem Umbau des Bismarck-Platzes und des nördlichen Bahnhof-Geländes. Langwierige Grundstücksverhandlungen mit der Deutschen Bahn und Forderungen aus der Politik führen dazu, dass sich das Projekt auf 2012 verschiebt. Von Stefan Scharkopf

Geplant war mal, dass es in der ersten Hälfte 2011 losgehen soll. Im November wurde im Bauausschuss eine längere Diskussionen über die künftige Lage der Bushaltestellen geführt. Derzeit halten die Busse beiderseits der Hindenburgstraße. Die Planer gingen seinerzeit davon aus, dass laut Verkehrsgesellschaft DADINA täglich 125 Busse das Bahnhofsumfeld anfahren, oft finden sich dort drei bis vier gleichzeitig ein. Zudem gibt es immer mehr Busse, die nicht zwölf, sondern 18 Meter lang sind, folglich mehr Platz brauchen.

Mögliche Varianten wurden debattiert: Entweder alle Busse beiderseits in der Straße Am Bahnhof zu platzieren. Dies hätte zur Folge, dass die Grünfläche dort verkleinert werden müsste, was Probleme mit dem alten Baumbestand und dem Denkmalschutz mit sich brächte. Eine Alternative ist, dort nur eine Straßenseite zu nutzen, die anderen Busse auf der östlichen Seite der Hindenburgstraße zu belassen oder auf der Bouxwiller Straße.

Umgestaltung abhängig von Bus-Anbindung

Eine weitere Option ist, die Busse über die Hermann-Stotz-Straße zu führen und östlich des Bahnhofsgeländes zu platzieren. Dieser Bereich wiederum soll ebenfalls umgebaut werden. Nehmen die Busse den Weg über den Güterbahnhof, fahren sie über Gelände der Deutschen Bahn. Jetzt gab es eine sogenannte Entbehrlichkeitsprüfung, ob die Bahn das Gelände abtritt. Diese Prüfung ist kurz vor dem Abschluss, wie das Bauamt auf Anfrage mitteilt. Die Umgestaltung des Bismarck-Platzes ist abhängig von der Anbindung der Busse. Daher die Verzögerungen. Erste Baumaßnahme wird die Neugestaltung des Bismarck-Platzes sein.

Bei der ebenfalls geplanten Park & Ride-Anlage hat die Stadt ein Grundstücksgeschäft mit der Deutschen Bahn gemacht. Die Fläche liegt parallel zur Aschaffenburger Straße ab der Kreuzung Hindenburgstraße bis in Höhe des Parkplatzes China-Restaurant. Im Anschluss an die Bahnhofs-Modernisierung soll hier - voraussichtlich ab 2014 - eine Park & Ride-Anlage entstehen.

„Nicht die Katze im Sack kaufen“

71 Kfz-Stellplätze und eine Bike+Ride-Anlage sollen den Umstieg vom Auto bzw. Fahrrad in die Bahn bequem ermöglichen. Nun sei die Bahn am Zug, wie Bürgermeisterin Gabi Coutandin mitteilt: Auch die Bahn müsse dem zustimmen. Dann erfolgt die Vermessung, die Stadt zahlt Kaufpreis und Grunderwerbssteuer - schließlich kann die Eintragung ins Grundbuch erfolgen.

Bereits im Herbst 2009 hatte die Stadtverordnetenversammlung den Erwerb von Flächen für Park & Ride südlich und nördlich des Bahnhofs beschlossen. Seitdem erfolgte eine abfalltechnische Untersuchung, um die Kontamination mit bodenverunreinigenden Stoffen auszuschließen. „Wir wollen ja nicht die Katze im Sack kaufen“, so Coutandin. Der Ankauf der nördlichen Fläche für Park & Ride verzögert sich noch, weil die Bahn die Verfügbarkeit dieser Fläche noch prüft. Deshalb habe sich die Stadt entschieden, den ersten Schritt zu tun und die südliche Teilfläche zu erwerben.

Quelle: op-online.de

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