Diplom für Babenhäuser Gästeführerin

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Professor Manfred Gerner überreicht Ute Wittenberger das Gästeführerdiplom.

Babenhausen (wg) - Die Brücke zwischen Stadt und den Besuchern sind die Gästeführer. Die in Fulda ansässige Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte unter Leitung von Professor Manfred Gerner hat dies schon vor Jahren erkannt und aus den zahlreichen Schulungen sechs Module mit den unterschiedlichsten Themenbereichen entwickelt.

Die ersten 20 Absolventen dieser umfangreichen Schulung wurden jetzt mit dem Diplom für Fachwerkgästeführer ausgezeichnet. Babenhausen ist mit Ute Wittenberger dabei.

Gerner, der landläufig in Deutschland liebevoll „Fachwerkpapst“ genannt wird, sagte bei der Verleihung der Diplome in Büdingen, er habe vor vielen Jahren einmal unerkannt an Führungen teilgenommen. Zwei davon seien entsetzlich gewesen, so dass er nach Möglichkeiten gesucht habe, Qualität in die Rundgänge einfließen zu lassen. Daraus sei eine Fortbildung für Stadtführer entstanden, die nach Absolvierung von sechs Modulen in einem Diplom münde. Damit sei gewährleistet, dass hochwertige Führungen angeboten werden können, denn die Fachwerkgästeführer seien in vielen Fällen die Stimme und das Gesicht einer Stadt.

Viel Wissen aus den Seminaren

Ute Wittenberger hatte sich in den vergangenen Jahren auf den Seminaren – Babenhausen ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft – ein umfangreiches Wissen über Fachwerkentwicklung und -schmuck sowie Fachwerk-symbolik, aber auch über Denkmalschutz und -pflege sowie über das dazugehörige Stadtmarketing angeeignet, so dass sie zu den ersten gehörte, die von Professor Gerner mit dem Diplom ausgezeichnet wurden. Aus Südhessen sind unter den Absolventen nur noch drei Seligenstädterinnen zu finden, alle übrigen kommen aus Mittel- und Nordhessen oder den angrenzenden Bundesländern.

Sie habe viel in den Seminaren und bei dem Austausch mit den Kollegen gelernt, sagte Wittenberger nach der Verleihung des Gästeführerdiploms. Und Manfred Gerner setzte hinzu: „Jetzt können Sie das Wissen um das Fachwerk bei Stadtführungen professionell vermitteln“.

Bei rund 2,4 Millionen Fachwerkhäusern in Deutschland und 650.000 denkmalgeschützten Gebäuden sei dies unbedingt notwendig.

Quelle: op-online.de

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