Dirndl und Tanzmarie im Ochsenstadl

+
Maßkrüge, Dirndl und Lederhosen, das alles gehörte zum zünftigen Oktoberfest im Ochsenstadl in Langstadt.

Langstadt - Katharina Eifert und Lisa Glychtr haben sich in Schale geworfen. In feschen Dirndls feierten die beiden 18-Jährigen am Samstag das Oktoberfest im Ochsenstadl in Langstadt. Von Ulrike Bernauer

Wir können die Dirndls in der letzten Zeit immer häufiger tragen, denn es gibt immer öfter Feste, zu denen man sich bayrisch kleiden kann“, erklärt Eifert. Die beiden jungen Frauen sind nicht die Einzigen, die das bayerische Motto des Festes auch für sich angewandt haben, Dirndl und auch die eine oder andere Lederhose lassen sich im Festgetümmel erspähen. Nicht gerade bayerisch ist die Band, die die Festgäste in Stimmung bringt, aber zünftig ist die Musik der Siebenbürger Musikanten aus Rüsselsheim allemal. Mit böhmischen Weisen und Tanzmusik unterhalten sie die Festgäste.

Langstädter Disharmoniker singen bekannte Lieder

Ein großes Hallo gibt es, als einheimische Gewächse für kurze Zeit die Siebenbürger Musikanten ablösen. Die Langstädter Disharmoniker singen Lieder, die allgemein bekannt sind und brauchen das Publikum fast nicht zum Mitsingen aufzufordern, das tut es von alleine.

Wir hatten auch Tanzgruppen eingeladen“, sagt Rüdiger Manowski, Vorsitzender des Elferrats der Langstädter Fastnachter, der das Oktoberfest ausrichtet. Nur üben die Garden jetzt schon für die neuen Tänze und haben deshalb nicht für einen Auftritt zugesagt.

Die Disharmoniker (oben) begeisterten ihr Publikum und animierten viele zum Mitsingen.

Hauptsächlich Fastnachter waren schon am Freitag in den Ochsenstadl gekommen, rund 15 Fastnachtsvereine aus der näheren und weiteren Umgebung hatten Abordnungen geschickt. Die konnten zwar keiner Garde, dafür aber dem Tanzmariechen Mona zujubeln.

Großen Applaus spendeten die Faschingsfans auch den Helau Sisters aus Roßdorf, die Herren entzückten mit geträllerten Fastnachtshits. Eine Büttenrede mit Gesangseinlagen gab endgültig einen Vorgeschmack auf die närrische Saison, die ja schon bald wieder beginnt.

Besucher füllen ehemaligen Stall

Der kürzlich verabschiedete Landrat Alfred Jakoubek hatte die Langstädter Fastnachter auf die Idee gebracht, doch auch mal außerhalb der Saison ein närrisches Fest zu veranstalten. Der Erfolg im Ochsenstadl gibt der Karnevalsabteilung des TSV Langstadt recht. Voll ist es in dem großen ehemaligen Stall und die Festgäste gehen begeistert mit den Musikern auf der Bühne mit.

Lediglich draußen an den Ständen ist der Publikumsandrang nicht sonderlich groß. Frank Diehl verkauft in seiner Süßigkeitenbude zwar den einen oder anderen Schokokuss. Die Standbetreiber der beiden Wurfbuden (mit Kronkorken auf Dartscheiben und Tischtennisbälle in Maßkrüge können geworfen werden) können jedoch nicht über Arbeitsüberlastung klagen, was sicher auch an dem nicht gerade freundlichen Wetter liegt. Drinnen tobt jedoch der Bär, und als Manowski ankündigt, dass die Bar ab jetzt geöffnet sei, steigt die Stimmung noch mal um ein paar Grad.

Quelle: op-online.de

Kommentare